Erst wandern, dann spielen: Die 5 schönsten Berg-Spielplätze für Kinder

Erst wandern, dann spielen: Die 5 schönsten Berg-Spielplätze für Kinder

Wie motiviert man Kinder am besten zum Wandern?

Mit grandiosen Spielplätzen, die am Ende der Wanderung warten.

So kommt die ganze Familie auf ihre Kosten: erst geht’s per Mountainbike oder per Bergbahn auf den Berg. Wer mag, erklimmt noch den ein oder anderen Gipfel, saust via Mountainbike-Trail ins Tal oder wandert zur nächsten Hütte. Und dann, dann wartet das Highlight für die Kinder: der wohlverdiente Spielplatz!

Die Kinder bleiben – das Ziel vor Augen – eindeutig länger motiviert beim Wandern und können dann am Spielplatz noch den letzten Funken Energie heraustoben. Wir Eltern genießen solange das einmalige Bergbpanorama, stecken unsere Füße in einen nahegelegenen Bergsee oder sind einfach nochmal selbst Kind: fahren Sommerrodelbahn, springen Trampolin, bauen Staudämme.

 

Klingt gut? Ist es auch! Kinder glücklich, Eltern glücklich, alle glücklich.

Wir stellen Euch unsere 5 liebsten Spielplätze am Berg vor.

Das sind vielleicht nicht die größten, nicht die ausgefallensten Spielplätze: dafür -für uns- bisher die schönsten. Nicht allzu überlaufen, teilweise lieber kleiner, dafür feiner.

 

1. Timok’s Wilde Welt, Fieberbrunn, Tirol

 

 

Timok’s Wilde Welt ist definitiv Louises Favorit.
In den Kitzbüheler Alpen, hoch über Fieberbrunn gelegen, ist dieser Erlebnisspielplatz der Extraklasse entweder per Bergbahn, Wanderung, oder per eBike zu erreichen.
Auf einem wunderschönen Hochplateau an der Mittelstation der Streubödenbahn erwarten Euch Kletterpark, Waldseilgarten, Wasserspiele, Trampoline, ein Wildgehege und ein idyllischer See mit traumhaftem Bergpanorama: der Streubödensee.

Der Park ist liebevoll angelegt und für jedes Alter ein tolles Erlebnis.
Auf jeden Fall gibt es hier mehr zu entdecken, als Eure kleinen Bergzwerge in einem Tag schaffen können. Und wer dann noch nicht genug hat, der wandert noch 300 Höhenmeter hinauf zum Wildseeloderhaus, sicherlich einer der imposantesten Berghütten der Alpen. Von dort aus kann man in weniger als einer Stunde Gehzeit noch den Wildseeloder-Gipfel, oder die Henne besteigen.

Neben der Talstation können sich dann Kinder und Erwachsene noch in der neu eröffneten BikeArea Streuböden beim Biken ausprobieren. Oder ein Elternteil nutzt direkt eine der zwei Mountainbike –  Trails, um mit einer Extraportion Gaudi ins Tal zu kommen. Ich bin diesen Sommer den Schweinestberg-Trail gefahren. Und gleich nochmal, und gleich nochmal. Super easy, super flowig!

Ihr merkt, der Berg kann einfach alles. Nicht nur für Kinder.

Timok’s Wilde Welt: Mittelstation Streubödenbahn, Fieberbrunn. Eintritt frei.
PSST: MTB nicht vergessen zum Flowtrail fahren!

 

2. Riesenwelt Brixen im Thale, Hochbrixen,Tirol

 

 

Klein, aber fein.

An der Bergstation der Bergbahn Hochbrixen wurde rund um den Filzalmsee ein hübscher, kleiner Erlebnisspielplatz für kleine Abenteurer eingerichtet: die Riesenwelt Brixen im Thale. Verschiedene Naturentdeckerstationen lassen die Kleinen hier die Faszination Moor hautnah spüren. Dazu kommen ein Moortretbecken, Wasserspiele, ein riesen Klettergerüst, und ein überdachter Sandkasten mit kleinen Überraschungen.

Vom Filzalmsee starten auch verschiedene kindgerechte Wanderungen, die teilweise auch mit dem Kinderwagen zu erleben sind.
Und wem das noch nicht reicht, der kann noch die 6 weiteren Erlebniswelten rund um’s Brixenthal erleben! Ab zum Alpinolino nach Westendorf, das verschwundene Murmeltierkind finden, oder nach Hexenwasser in Söll, wo auch Erwachsene aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

Riesenwelt Brixen im Thale: Bergstation Hochbrixen, Brixen. Mai-Oktober geöffnet. Eintritt frei.

 

3. Spielplatz am Hocheck, Oberaudorf, Bayern

 

 

Erst wandern, dann Gaudi!

Entweder per Sesselbahn, per eBike, oder zu Fuß (350hm, 1 Stunde) geht’s auf unseren Hausberg, das Hocheck. Oben erwartet Euch ein wunderschön angelegter Spielplatz mit perfektem Kaiserblick, Ziegengehege, Goldwaschanlage, Kneipp-Becken und Berggasthof nebenan. Besonders zum Sonnenuntergang ist es dort oben paradiesisch schön!
Die ca. 5-10 minütige „Wanderung“ hinauf zum Gipfelkreuz ist absolut lohnenswert: Kaiserblick, Kühe, Bergluft und Gipfelglück inklusive!

TIPP: Auf zur Oberaudorfer Spielplatz-Runde! Am Sportplatz, am Luegstein-See, mitten im Dorf (in der Nähe der Eisdiele) und direkt am idyllischen Auerbach findet ihr Spielplätze, die ihr schön zu einer kleinen Rundwanderung verbinden könnt.

Spielplatz am Hocheck: Bergstation Hocheckbahn. Ganzjährig geöffnet. Eintritt frei.

 

4. Hopsiland, Planai, Steiermark.

 

 

Wir sind ja große Fans der „Kombiberge“: Wandern/Spielen/Trails fahren.
Was bedeutet: einer wandert und spielt mit Louise, einer saust in der Zwischenzeit per Mountainbike auf einem der Trails ins Tal und holt danach den Rest der Familie beim Wandern wieder ein.
Das können wir den ganzen Tag im Schichtbetrieb wiederholen. Eltern glücklich, Kind glücklich.
In Fieberbrunn funktioniert das genauso gut wie hier im Hopsiland auf der Planai.

Auf dem höchstgelegenen Spielplatz der Steierpark gibt es auf einer 1,5 Kilometer langen kinderwagentauglichen Wanderung verschiedenste Spielstationen zu entdecken.
Von Kugelbahn bis Wasserwelt, von Barfusspfad, bis Riesenrutschen. Alles liebevoll angelegt und ganz im Zeichen des Hasen Hopsi. Hier ist Louise mit 2 Jahren schon fleissig den ganzen Weg gerannt, weil sie so verliebt war in Hopsi, den süßen Hasen auf der Planai.

Hopsiland Planai: Bergstation Planai-Seilbahn. Mai-Oktober geöffnet. Eintritt frei.

PSST: MTB nicht vergessen zum Flowtrail fahren!

 

5. Die Nummer 5 ist reserviert für all die schönen weiteren Erlebnisberge in den Alpen.

 

 

Mittlerweile gibt es wirklich massenweise wunderschöne Bergspielplätze. Wir wollen aber nur das empfehlen, was wir mit eigenen Augen gesehen und ausgiebig getestet haben. Dazu gehören auf jeden Fall auch die folgenden Spielplätze.

Und sicherlich gibt es auch noch viel, viel mehr zu entdecken!

Triassic Park, Steinplatte, Waidring.
Hexenwasser, Söll.
Ellmi’s Zauberwelt, Ellmau
Alpbachtaler Lauserland, Alpbachtal

Hier gibt’s eine gute Übersichtskarte für die Bergspielplätze in Tirol.

Tiroler Bergspielplätze

Und jetzt: viel Spaß am Berg!

Lieblingsberg. Die schönsten Wege auf den Brünnstein.

Lieblingsberg. Die schönsten Wege auf den Brünnstein.

Es gibt sie, diese Berge, die einen magisch anziehen, die eine ganz besondere Bedeutung für's Leben, für die eigene Heimat haben. Für mich ist es der Brünnstein. 1619 Meter hoch thront er erhaben über meinem Heimatdorf Oberaudorf im oberen Inntal. Ein klassischer bayrischer Voralpen-Gipfel eben, der sogar per Bus und Bahn erreichbar ist.

Von jeder Seite führen unterschiedliche Wege auf seinen Gipfel. Unten Wald und Wiesen, oben Kraxelei.
Leicht zu besteigen ist er nicht - in unter zweieinhalb Stunden Gehzeit hat man kaum eine Chance, seinen Gipfel zu erreichen. Doch schon als Fünfjährige war es für mich das Höchste, mit Oma den Klettersteig am Brünnstein zu bezwingen. Bei der Aussicht auf echte Felskletterei waren sogar zwei Stunden Aufstieg kein Problem für meine kurzen Kinderbeinchen. Hoch alpin wirkte er damals auf mich, der "Dr. Julius Mayr-Weg", der vom Brünnsteinhaus auf den Gipfel führt. Ewig lang und wahnsinnig steil.
Heutzutage liebe ich ihn noch immer - auch wenn er auf eine sportliche 35-Minütige Kraxelei vom Brünnsteinhaus auf den Gipfel zusammengeschrumpft ist.
Aber beginnen wir von vorn.

Auf den Brünnstein zu jeder Jahreszeit

Für jede Jahreszeit gibt es den perfekten Weg auf den Brünnstein. Ob per Ski, mit Rodel, durch Krokusfelder oder am kühlen Bachlauf entlang, wenn die Sonne brennt - der Brünnstein ist immer eine Wanderung wert. Manche sind gut machbar mit Kind, andere vielleicht doch noch etwas zu steil. Dennoch ist hier für jeden was dabei.

Der Brünnstein im Winter

Im Winter ist definitiv der Weg von Mühlau über die Rechenau der schönste Aufstieg auf den Brünnstein. Der Weg ist praktischerweise hinab eine geniale Rodelbahn, hinauf dabei steil und zach. (ACHTUNG: Nix für Kids!!)
Eine heiße Schoki mit Kaiserblick im ganzjährig geöffneten Brünnsteinhaus darf vor der Abfahrt keinesfalls fehlen. Rodel kann man selbst mit hochziehen, oder im Brünnsteinhaus ausleihen.
Eine Skitour führt ebenfalls auf den Brünnstein, die geht aber nur bei richtig guten Verhältnissen und beginnt beim Gasthof Buchau.

Der Brünnstein im Frühling

Im Frühling liebe ich den Rundweg vom Gasthof Buchau hinauf zum Brünnsteinhaus. Der Teil bis Buchau ist eine nette Mountainbike-Tour, wo es die ersten 300 Höhenmeter aber der Ortsmitte zu überwinden gibt. Ab da geht es zu Fuß weiter. Steil durch den Wald hinauf, vorbei an der Fritzenwand, bis zum Brünnsteinhaus. Hinab gehen wir den längeren Weg über die Groß-Alm über weite Almwiesen voller Krokusse, mit wunderschönem Blick ins Tal.
TIPP: Danach unbedingt im urigen Gasthof Buchau einkehren!

Der Brünnstein im Sommer

Im Sommer ist der Weg ab der Hinteren Gießenbachklamm der schönste Weg hinauf. Am kühlen Bachlauf der Gießenbachklamm radeln wir stetig hinauf, vorbei am Örtchen Dörfl und unserer geliebten Schopperalm. Am Parkplatz Hintere Gießenbachklamm parken wir unsere Fahrräder, füllen unsere Trinkflaschen mit dem glasklaren Wasser des Bachlaufs und wandern auf einem schmalen Pfad weiter bis zum Naturfreundehaus. Von dort aus schlängelt sich der Weg steil hinauf bis ins idyllische Himmelmoos. Hier im Moos fängt wirklich der Himmel an! Ein wunderschöner, weiter Almboden empfängt uns. Kühe grasen, Almhütten stehen verstreut auf den Wiesen. Der Kaiser leuchtet hinüber, Bänke laden zum Rasten ein. Traumhaft! Absolutes Must-See!

Der Brünnstein im Herbst

Es ist Herbst. Die Blätter färben sich endlich bunt, wir haben kinderfrei. Klarer Fall: ab auf den Brünnstein! Eine Sonnenuntergangs-Tour auf den Brünnstein ist einfach jeden Herbst Pflicht.

Wir starten unsere Herbstwanderung am Waldparkplatz Tatzelwurm in der Nähe des Tatzelwurm-Wasserfalls, den ihr unbedingt besuchen müsst, wenn ihr ihn noch nicht kennt.

Der Aufstieg vom Waldparkplatz Tatzelwurm (797m) ist auch für Kinder der geeignetste Weg, da man die wenigsten Höhenmeter zurücklegen muss und er mit am abwechslungsreichsten. Bis zum Brünnsteinhaus sind es ziemlich genau 600 Höhenmeter, bis zum Gipfel nochmal knapp 300hm mehr.

In steilen Kehren folgen wir dem AV-Weg 657 bis zur Schoißeralm und folgen dem Forstweg weiter bis zu einer Wegkreuzung, wo wir linkerhand weiterwandern. Wer mag, kann ungefähr bis hier per eBike radeln, muss sein Fahrrad nun auf knapp 1200 Metern stehenlassen und zu Fuß weitergehen. Ein schmaler Steig führt nun über Bachläufe und durch einen idyllischen Märchenwald. Im Laub rascheln die Vögel - ansonsten ist es still. Wir sind heute die einzigen Wanderer und sollen bis zum Brünnsteinhaus keine anderen Menschen treffen.

Bald endet der Weg und biegt rechterhand in einen kleinen Waldsteig ab, der sich in steilen Kehren über Wurzeln und kleine Felsabsätze hinaufzieht. Ein klarer "Kinder-Trail", wie Louise sagen würde. Schmal, wurzelig, spannend. Es geht über schmale Brücken und kleine Bachläufe. Wunderschön. Kleinere Kraxel-Passagen sind sogar seilversichert, für trittsichere Wanderer aber problemlos machbar.

Bald öffnet sich die Landschaft und wir erreichen das Gebiet der Groß-Alm. Hier treffe sich die Wanderwege aus Buchau und von der Rosengasse, bevor es weitergeht auf dem "Bankerl-Steig" (AV 657). Das passende Bankerl zum Bankerlsteig erreichen wir kurz vor dem Brünnsteinhaus, wo wir kurz rasten und das wahnsinnig schöne Panorama genießen.

Eine kleine seilversicherte Traverse im Herbstlicht erwartet uns noch, bevor wir das Brünnsteinhaus erreichen. Wir Profis haben es natürlich geschafft, am Ruhetag hinaufzukommen. So ist immerhin nichts los, aber wir müssen auch auf unser Abendessen am Berg verzichten.

Ab auf den Gipfel

Es folgt: mein Lieblingsteil. Felsvorsprünge, Seilversicherungen, Stahlleitern, Höhlen, Tiefblicke, Ausblicke, und: die mutigsten Gamserl der Welt. Die sind so mutig, dass sie nur wenige Meter vor uns stehen und uns ganz genau mustern. Na, ihr habt auch wirklich gar keine Angst, oder? Im ersten Moment dachte ich wirklich, die habe der Tourismusverband hier aus Plastik als Touristenattraktion positioniert - so still und starr standen sie da!

Am Gipfel sind wir kurze Zeit später wieder völlig allein. Ein schmaler Felsgrat bildet den Gipfelaufbau. Darauf befindet sich ein Gipfelkreuz und eine kleine Kapelle. Einen der schönsten Rundum-Blicke der Voralpen erwartet uns noch dazu. Direkt vor uns Zahmer und Wilder Kaiser, daneben die anderen Oberaudorfer Hausberge Wildbarren und Hocheck. Tief unter uns die Oberaudorfer Almen, hinter uns das Inntal mit den markanten Bergen Heuberg und Kranzhorn. An klaren Tagen reicht der Blick bis in die Hohen Tauern zu den schneeweißen Gipfeln des Venedigermassivs.

Ein obligatorisches Gipfelbussi, dazu warmer Tee und eine kleine Brotzeit. Ich würde am liebsten ewig hier sitzen. Doch leider ist Herbst. Das bedeutet: die Sonne geht bald unter. Wenigstens den Klettersteig würde ich gerne noch im Hellen meistern - kurz hinter dem Brünnsteinhaus holt uns dann aber doch die Dunkelheit ein. Mit Stirnlampen ausgerüstet wandern wir glücklich und erfüllt auf demselben Weg zurück ins Tal und direkt in die ortsansässige Pizzeria auf einen gemütlichen Abend mit Freunden.

Ein perfekter Tag daheim. Und nun heisst's: Ski wachsen und Rodel schleifen, um den Brünnstein bald im Winterkleid bestaunen zu dürfen.

La-La LAAX! Warum ein Familienurlaub in Laax ein ganz besonderes Erlebnis ist.

La-La LAAX! Warum ein Familienurlaub in Laax ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Laax! Wie ich mich gefreut habe, in die Schweizer Berge zurückkehren zu dürfen!
Damals, als ich noch coole Snowboarderin war, durfte ich, kaum volljährig, mit Freunden ins Boarder-Mekka reisen. Mit Baggypants und bunt beklebtem Helm, versteht sich.

Dass ich knappe 20 Jahre später mit Kind und Mann einen Sommerurlaub in Laax verbringen darf, hätte ich mir damals wohl nicht gedacht. Ein bunt beklebter Helm war wieder im Gepäck, diesmal allerdings für Louise. Und Longboards. Und Fahrräder. Und jede Menge Neugier auf Graubünden und die Schweizer Berge.

Hier kommen unsere 7 Tipps für Euren Familienurlaub in Laax!

1. Das rocksresort in Laax. Einchecken im Skater-Dorf.

Bunt verstreut stehen große, hübsch designte Steinwürfel am Fuße der Bergbahn zum Crap Sogn Gion. Die Zimmer darin groß, geräumig, modern. Im Apartment-Style mit Küche, bodentiefen Fenstern, Bergblick aus jedem Zimmer. Absolutes 100% Wohlfühl-Potential. Und das geht draußen weiter.
In der Mitte der Würfel erwartet uns der rocksresort PARK. Unser privater „Dorfplatz“ der Extraklasse. Ein großer Pumptrack, ein Kinder-Zauberteppich, ein Kinder-Trail, Trampoline, Spielplatz, Slacklines, Snake Run, ein mini Fussball-Platz laden ein zum Spielen, Sporteln, Relaxen.
Rundherum verteilt finden sich hübsche Cafés und Bars, Restaurants, ein Supermarkt, Bäckerei, Geschäfte, Verleihstationen.

Kein Wunder, dass wir am liebsten den ganzen Tag hier verbracht hätten, oder?
Ich drehe mit dem Longboard meine Runden, Lars testet sein Leih-MTB in der Bowl, Louise hüpft mit den anderen Kids am Trampolin.

TIPP: Das asiatische Restaurant NOOBA ist absolut empfehlenswert! Und vorher einen Kuchen im PIAZZA CAFEDELI genießen, während die Kids im Sandkasten nebenan Sandburgen bauen.

2. Mit Ami Sabi die Bergwelt entdecken.

Kinder sind hier im rocksresort mehr als willkommen.
Der Zauberer Ami Sabi, der Freund der Tiere und der Pflanzen, ist dabei omnipräsent.
Zur Begrüßung bekommt Louise eine Ami Sabi Box geschenkt, am Zimmer liegen Bücher von Ami Sabi und das Sommer- und Winter-Betreuungsprogramm ist natürlich geführt von… Ami Sabi.

Hier können Kinder ab 4 Jahren im Wunderland Spannendes über die Bergwelt, Natur und die Elemente lernen, basteln und erleben. Die Zeiten für die Ami Sabi Werkstatt, sowie das Wunderland lassen sich HIER einsehen.
In Louises Ami Sabi Box gab’s zudem einen „Siruppass“, mit dem sie gratis Sirup in den zum rocksresort gehörigen Restaurants bestellen konnte. Sie war so stolz, dass sie ihn den ganzen Tag um den Hals trug!

3. Baumwipfelpfad, Laax Murschetg. Natur hautnah erleben.

Direkt neben dem rocksresort wartet ein besonderes Highlight: Der Baumwipfelpfad namens Senda Dil Dragun. Über eineinhalb Kilometer spaziert man hier weit über dem Waldboden zwischen den Baumwipfeln hindurch - und wird automatisch Teil dieser faszinierenden Welt.
Vier Plattformen laden zum Verweilen ein, die Holzkugelbahn liebt Louise besonders, genauso wie die versteckten (Holz-)Tiere, die es überall im Wald zu entdecken gibt.
Größere Kids können mithilfe einer Augmented-Reality Brille spielerisch eine Menge über die Tiere und Pflanzen des Waldes lernen. Ami Sabi führt sie hier virtuell über den Baumwipfelpfad und vermittelt allerhand Lehrreiches rund um die Schweizer Bergwelt.

4. Crap Sogn Gion: Bike-Trails und Kids-Park über den Wolken.

Skaten auf 2552 Metern? Klar!
Per Luftseilbahn schweben wir vom rocksresort aus hinauf auf den Crap Sogn Gion. Oben erwartet uns wohl die coolste Bergstation der Welt. Stylish designt, mit Kletterwand, Ninja Park, Skatepark, Snakeline und Trampolinen ausgestattet. Dazu gibt’s einen gratis Verleih von Boards, Laufrädern und Microscootern. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich Louise nicht lange ohne Laufrad in der Hand gesehen habe!

Direkt an der Bergstation startet auch der „Never End Trail“, einer der berühmtesten Biketrails der Alpen. Lars hat sich direkt die 1000 Höhenmetern hinabgestürzt und kam eine Stunde später überglücklich und ziemlich dreckig wieder bei uns an. Nochmal?
Klar!
Diesmal über den „Crest la Siala“ Trail. Beide wohl „megabombe“, wenn ich Lars zitieren darf. Sein breit grinsendes matschgesprenkeltes Gesicht muss ich dabei auch noch mitzitieren!
Wer nicht so der Biketrail-Pro ist: in Laax gibt es 330 Kilometer Bikerouten, die es abzuradeln gilt!

5. Connbächli/ Caumasee / Il Spir: Der wohl schönste Wanderweg der Welt.

Die wahrscheinlich schönste Kinder - Wanderung startet am Caumasee. Glasklar und blitzblau fügt sich der See in die Landschaft ein - wir freuen uns schon vor der Wanderung auf den Sprung ins kühle Nass danach!
Den See kann man bequem per Fahrrad, oder auch mit der Buslinie 101 erreichen, die für Gästekarten-Inhaber kostenlos ist. (Gibt’s im rocksresort dazu!).

Ein kleiner Lift bringt uns anschließend vom idyllischen See aus ein paar Höhenmeter hinauf, irrsinnig schöne Blicke auf den tiefblauen See inklusive.
Und da fließt es schon, das Connbächli.

Über 6 Kilometer wandern wir leicht bergab durch einen wunderschönen Märchenwald entlang des „Bächli“. Wir lassen Blätter schwimmen, Stöcke werden zu Booten, Nussschalen zu Lastenkähnen. Louise rennt den Schiffen hinterher, baut Staudämme, lässt Naturboote fahren.
Die 6 Kilometer vergehen wie im Flug! Am Ende der Wanderung erwartet uns noch ein besonderes Highlight: die Aussichtsplattform „Il Spir“ ermöglicht uns einen atemberaubenden Blick auf die Rheinschlucht, den „Swiss Grand Canyon“. Absolut sehenswert!

TIPP: Bikini nicht vergessen und danach unbedingt noch in den wunderschönen Caumasee springen!

6. Freestyle Academy, Laax. Kinderturnen für Cool Kids.

Okay, die Freestyle Academy war unser absolutes Highlight.
In einem Zirkuszelt der Schweizer Zirkus-Familie Knie residiert derzeit die Freestyle Academy, bis ihr neues Reich direkt beim rocksresort fertiggestellt ist.

Als erste Indoor-Freestyle-Halle der Welt befindet sich hier auf 1200 Quadratmetern das Freestyle-Paradies schlechthin für alle Skater, Boarder, Freestyler - und die, die es werden wollen.

Vert Ramp? Airbag? Micro Ramp? Skate Bowl? Noch nie gehört? Macht nix!

Hier kann sich zu den trainingsfreien Zeiten jeder mit kostenlosen Leihboards, Laufrädern und Microscootern ausprobieren - der riesengroße Trampolinpark lässt keine Wünsche offen. Für die ganz Kleinen bis 5 Jahre ist der Sonntagvormittag reserviert.
Hier wird die ganze Academy zum riesengroßen Kinderspielplatz, dem Spielplatz „Flying Ants“!
Louise durfte am Vormittag an einem Kids - Kurs für die Einheimischen Kids teilnehmen. Trampolin hüpfen, Tricks üben, mit Laufrad und Scooter durch die Bowl sausen. Geführt von zwei richtig coolen Mädels, alles komplett auf Schweizerdeutsch. Verstanden hat Louise nix, gefeiert hat sie’s dafür umso mehr!

Liebe Laaxer Kids, ihr habt echt das coolste Kinderturnen der Welt!

TIPP: Antirutschsocken oder Turnschläppchen einpacken!

7. Foppa, Flims.: Bikeschool, MTB Trails und der Wasserweg.

Endlich! Ein eigener Mountainbike-Lehrer für mich! Wie ihr wisst, sause ich ja mehr schlecht als recht alle Trails runter, die sich auf unseren Reisen so finden.
Seit meinem Kurs mit Jan von der Laax School weiß ich endlich, was ich da tue. Jan ist festangestellter Bike-Instructor in der Laax School und hat mir in zwei Stunden die Basics des Bikens beigebracht.
Erst am Übungshang an der Talstation in Flims, dann am genialen Pumptrack in Flims und als Highlight durfte ich danach mit ihm noch den "Runca Trail" hinabsausen.

Das Biken auf meinem Leih-Fully war so eine Offenbarung für mich!
Ich kann plötzlich über Steine biken, als wäre es Gummibärchen! Welten liegen zwischen Lars’ antikem Hardtail Bike und dieser Rennmaschine! Als ob ich plötzlich radeln könnte. Absolutes Sucht-Potential! Danke, Jan!

Und was machen Lars & Louise so lange? Lars konnte am genial geshapten Pumptrack in Flims seine Runden drehen, während Louise nebenan am Spielplatz ihre Tiefbohrungen im Sandkasten vorgenommen hat. Und am Ende war sie sogar bereit, mit Papa ein paar Runden im Pumptrack zu drehen. Sie will ja auch werden wie Jan, fügt sie danach noch hinzu.

TIPP: Der Runca Trail ist ein wunderschöner Trail, der auch für „fortgeschrittene Trail-Anfänger“ bestens geeignet ist!

DANKE, Laax! Es war der Wahnsinn bei Euch!

Berge, Biken, Bauernhof: Das PURADIES in Leogang.

Berge, Biken, Bauernhof: Das PURADIES in Leogang.

Wenn ich mir das perfekte Hotel für einen Berg-Urlaub mit Kindern ausmalen müsste, es hätte einige wichtige Kriterien: Bergblick muss es haben, klar. Ruhig soll es sein, umgeben von Natur, weit Weg von Verkehrslärm und Zivilisation. Ein Badesee oder Pool wäre toll, ebenso Kinderbetreuung, ein Spielplatz und am besten noch ein Bauernhof. Dazu ein Wellnessbereich, Yoga und großartiges Essen. Naja, hübsch soll es natürlich auch sein. Viel Holz, Filz und wenig, was Blick und Gedanken stört.

Zu schön um wahr zu sein

Klingt wie ein Traum? Ist es nicht. Das 4*S Naturresort PURADIES in Leogang vereint nämlich genau all diese Kriterien und macht es so zu einem perfekten Urlaubshotel für Familien (und die, die es werden wollen ;))

An einem regnerischen Augusttag packen wir unsere Taschen und unternehmen die nur einstündige Fahrt nach Leogang im Salzburger Land. Links und rechts von uns erstrecken sich eigentlich die hohen majestätischen Gipfel der Leoganger Steinberge, aber heute sehen wir nur Wolken. Dick und grau hängen sie am Himmel.


Fast allein, etwas erhöht auf einem Sonnenplateau über dem Dorf thront unser heutiges Ziel: das PURADIES.
300.000 Quadratmeter Wiesen, Weiden, Wald in Alleinlage inmitten der Natur.
Ein Hotel, 76 Zimmer, 14 Chalets, ein Badeteich, ein Saunahaus, ein Spielplatz und ein kleiner Bio-Bauernhof befinden sich auf dem Areal.
Seit über 50 Jahren schon vermietet die Inhaber-Familie Madreiter Fremdenzimmer. Dass sich in dieser Zeit einiges in und um das Hotel getan hat, ist offensichtlich. Harmonisch fügt sich der imposante Hof in die Landschaft ein. Holz verbindet sich mit Glas, modernes Design mit alpinem Charme. Alles ohne Chichi, pur, rein und wie aus einem Guss. Wir sind direkt verliebt.

Bevor wir überhaupt einchecken können, rennt Louise schon schnurstracks in Richtung Kuhweide, wo sie den hoteleigenen Bio-Bauernhof erwartet, von dem wir ihr erzählt haben. So kommt es, dass unser erster Weg nicht zur Rezeption, sondern in den Stall führt. Die Hasen haben Babies bekommen, die Schweinemama säugt auch gerade ihre Kleinen. Louise ist kaum mehr aus dem kleinen Stall herauszubekommen.

Frühstückseier vom Lieblingshuhn

Beim Check-In erwartet Louise gleich die nächste Überraschung: sie darf sich jeden Tag selbst Eier aus dem Hühnerstall abholen und diese an der Rezeption abgeben. Dort werden sie mit Namen und Datum versehen und kommen am nächsten Morgen frisch zubereitet als Frühstückseier auf den Tisch. Kein Wunder, dass Louise plötzlich freiwillig Rühreier frühstückt. Die Hasen lieben Äpfel von der Weide, erfahren wir ausserdem. Also: Äpfel sammeln, Hasen füttern, Eier zählen. So soll Louise die nächsten Tage stundenlang im Stall verbringen, zusammen mit einigen anderen Kindern in ihrem Alter, mit denen sie schnell Freundschaft schließt.

Holz, Filz und Weitblick

Nun geht's aber vom Bauernhof endlich mal hinein ins Puradies!
Die Einrichtung des Hotels und auch der Zimmer entspricht ganz unserem Geschmack. Viel Holz, Filz und Naturmaterialien in modernem Design lassen das Hotel wunderbar hell und gemütlich wirken. Wir dürfen eine große Suite mit zwei Zimmern bewohnen. Unser geräumiges Badezimmer mit Badewanne und Dusche hat Bikepark-Blick (love it!), ein tiefer Balkon mit Bergblick lädt dank seiner Liegestühle zum Träumen ein. Louise darf in ihrem eigenen Zimmer inklusive Hochbett übernachten. Das erste Mal oben schlafen! Ziemlich aufregend. Erinnerst Du dich noch daran?

Apropos raus: höchste Zeit, die Gegend zu erkunden!

Gipfelglück für alle!

Dank der Saalfelden-Leogang-Card, die es gratis zu unserem Aufenthalt dazu gibt, dürfen wir für die Zeit unseres Aufenthaltes 2x täglich die Leoganger Bergbahnen und viele weitere Attraktionen nutzen. Die Steinbergbahn ist nur wenige Meter vom Hotel entfernt, zur Asitzbahn und dem Epic Bike Park radeln wir keine fünf Minuten. Der Bike-Transport ist ebenfalls 2x täglich inklusive, ebenso die Freibad-Benützung und weitere Attraktionen, die wir aber während unseres Kurzurlaubs gar nicht nutzen, da wir möglichst viel Zeit auf dem Bike und in unserem traumhaften Hotel verbringen möchten.

Bike&Play

An der Bergstation der Asitz- und Steinbergbahn (die beiden Bahnen treffen sich am Gipfel) startet Leo's Rätseljagd. Eine kleine Wanderung beschreibt anhand vieler Spiel- und Rätselstationen einen Rundweg, die Kinder dürfen während des wanderns rätseln und sich mit der ausgefüllten Antwortkarte eine kleine Überraschung an der Bergbahn-Kassa abholen.


TIPP: Am Gipfel des großen Asitz erwartet Euch ein wunderschöner Speichersee, in dem sich die Berggipfel spiegeln.

Glücklicherweise starten auch die legendären Bike-Trails an der Bergstation der Bergbahnen, sodass ein Elternteil biken gehen kann, während der andere mit Leo und Louise rätselt. Die Steinberg-Line ist eine wunderschöne Flowline, die sogar ich als relative Anfängerin mit großer Gaudi gleich doppelt hinuntergesaust bin.

An der Talstation der Asitzbahn erwartet Euch zudem der Riders Playground Leogang. Hier gibts es 2 Bike-Zauberteppiche mit Mini-Trails für Anfänger wie mich und Louise, sowie ein Pumptrack, Trampoline und natürlich auch wilde Jump-Lines. Die macht Louise dann nächstes Jahr. 😉

An der Mittelstation der Asitzbahn erwartet die Kinder noch ein ganz besonders schönes Highlight: der Berg der Sinne. Über ein riesengroßes Areal erstreckt sich hier das Kinderparadies deluxe. Über 30 Stationen gibt es hier zu entdecken, darunter ein Wasserspielplatz, Kräuterweg, Klettergerüste, und genügend Platz zum Lernen mit allen Sinnen. Etwas oberhalb befindet sich noch ein irrsinnig schöner Speichersee mit einem Badebereich für Kinder. Wir haben jeden einzelnen Tag hier oben verbracht - einer auf dem Bike - einer mit Louise.

Relax!

Zurück im Hotel weiß Louise gar nicht, was sie zuerst will. Das Wochenprogramm verspricht Kinderschminken in der Kinderbetreuung, der Natur-Badeteich lockt zum Plantschen und eigentlich brauchen die Hasen doch auch dringend neue Äpfel. Louise entscheidet sich für's Baden mit Papa am hauseigenen Badesee mit Kinderbereich, dafür gönne ich mir eine Yoga-Stunde vom täglichen Yoga-Programm (inklusive) und danach einen Besuch im kinderfreien Badhaus mit vier verschiedenen Saunen und Relax-Bereich.

Vorher genießen wir noch die Nachmittagsjause auf der Terrasse. Cappuccino und Kuchen mit Kuhblick. Ein Traum. Dass die Kühlbox mit Eis für die Kinder einfach frei zugänglich für die Kids neben dem Buffet steht, findet Louise glücklicherweise erst am Abreisetag heraus, als sie mit den anderen Kindern den wunderschönen Spielplatz mit Bergblick unsicher macht.

Dinner for Two

Unser großes Ziel im Urlaub ist es immer, Louise möglichst früh ins Bett zu legen, um das Abendessen zu zweit genießen zu können. Das ist hier im Puradies glücklicherweise nicht sonderlich schwer. Louise ist jeden Abend so ausgepowert vom Biken, Spielen und Baden, dass sie schon gegen 18:00 ihr Abendessen aus dem Kindermenü auf unserem Balkon serviert bekommt, sie dann freiwillig in ihr Hochbett klettert und uns in Ruhe Abendessen gehen lässt. Nach einem Drink an der richtig cool designten Bar können wir so unser 5-Gänge-Menü in Ruhe genießen und uns über die kulinarischen Zaubereien aus der Küche freuen.

Ein P(u)radies für alle

Das PURADIES ist wirklich ein genialer Ort für einen Familienurlaub. Dank des Bikeparks und endlosen Wander- und Radlmöglichkeiten kommen Eltern, genauso wie die Kinder auf ihre Kosten. Die Kinderbetreuung ist täglich von 10-18:00 verfügbar, sodass Mama und Papa auch mal alleine die Berg- (oder Saunawelt) erkunden können.

Hier findet sich die perfekte Mischung aus familienfreundlich und cool - reine Kinderhotels sind ja eher nichts für uns. Der Bio-Bauernhof ist natürlich ein riesiger Pluspunkt für die Kids, genauso wie der naturbelassene Badeteich. Ich habe die Zeit allein im Badhaus sehr genossen. Zirbensauna, Stollensauna, Kräutersauna - dazu Relax-Ecken in den hölzernen Gauben, einen Tee in der linken Hand, ein Buch in der rechten Hand. Im Winter muss es hier unglaublich romantisch sein!

Louise hat auch schon beschlossen, dass sie bald wiederkommt.
"Aber ohne Euch. Nur mit Oma&Opa. Und mit Ski!"
Na, da sind Oma&Opa sicher nicht abgeneigt.

Skigaudi dahoam. Ideen für ein Winter-Wochenende in Oberaudorf.

Skigaudi dahoam. Ideen für ein Winter-Wochenende in Oberaudorf.

Daheim bleiben ist ja momentan absolut im Trend.
Die Natur vor der eigenen Haustüre entdecken, das Auto lieber stehen lassen und den Ausflugstrubel meiden. Klar, coole Sache.
In unserem Fall ist „daheim bleiben“ sogar absoluter Luxus, wenn man inmitten eines Berg- und Skiparadieses wohnt. Jetzt im Hochwinter, wenn Frau Holle uns endlich reichlich mit Neuschnee bedacht hat, können wir direkt vor der Haustüre in die Loipe zum Langlaufen einsteigen, gehen rodeln, winterwandern, berglaufen, skifahren und Louise zieht im Kinderland ihre ersten Schwünge auf Ski.

 

Kein Wunder, dass wir akuten Freizeitstress haben!

Zum Glück ist dieses kleine Winterparadies auf deutschem Boden (Quarantäne und so) nur eine Stunde von München mit dem Zug erreichbar und so auch für viele von Euch da draußen sicher eine Reise wert!
Ein Auto braucht’s hier für die meisten Aktivitäten wirklich nicht und eine klimaneutrale Anreise per Bahn sorgt dafür, dass auch unsere Kinder noch Schnee im Winter vorfinden können.
Gönnt Euch ein Bayern-Ticket und raus mit Euch!

Wintergaudi hoch 5

Wir haben für Euch mal versucht, innerhalb eines Wochenende alle Wintersportarten, die man in Oberaudorf ausüben kann, durchzuprobieren. Wir haben’s nicht ganz geschafft, es gibt einfach zu viel zu erleben

Skifahren

Der Erlebnisberg Oberaudorf-Hocheck mitten in Oberaudorf ist im Winter ein kleines, feines Skigebiet.
Ein Sessellift und ein paar Schlepplifte sind perfekt für Kinder und Anfänger, um die ersten Schwünge im Schnee zu üben.
Dort gibt es zudem das von Louise heiß geliebte Kinderland mit Zauberteppichen, Kinderlift und Kinder-Parcours. Bei Bedarf können auch Skikurse für die ganz Kleinen gebucht werden, die dann auch im Kinderland stattfinden.

Heute fahren wir erstmal mit dem Sessellift zur Bergstation, um dort auf dem „Idealhang“ mit Louise das Kurven Fahren zu üben. Warum der „Idealhang“ heißt? Wahrscheinlich, weil der einfach ideal zum Üben ist. Leicht geneigt, breit, sonnig und mit einem kleinen Schlepplift ausgestattet. Perfekt.

Nach ein paar Runden sind die kleinen Beine müde. Pause ist angesagt. Direkt neben der Piste gibt es einen schönen Spielplatz, den Louise nun mit Skischuhen entert. Rutschen, Schaukeln, Schneemann Bauen und eine kleine Brotzeit machen, während die Ziegen im Freigehege nebenan neugierig zu uns herüber schauen.

Nebenan duftet schon das Mittagessen vom Berggasthof Hocheck, aber wir wollen noch ein bisserl weiterfahren, bevor wir später auf der Sonnenterrasse auf Kaffee und Kuchen einkehren, während Louise mit ihren Freunden am Spielplatz weiter Schneemänner baut.

Papa ist schnell den Berg runtergesaust und fährt ein paar Runden Ski mit Freunden, während wir zufällig andere Freunde am Spielplatz treffen. Dorf eben. Jeder kennt jeden. Ich liebe es!

Am Abend bin ich dann noch zum Flutlicht-Skifahren verabredet. Mehrmals die Woche ist die Piste nämlich voll beleuchtet und man kann bis 21:00 seine Schwünge ziehen. Après-Ski an der Talstation inklusive.
Hey, und wer kann schon behaupten, von der Après-Ski-Bar ins eigene Bett fallen zu können?

Rodeln

Der Erlebnisberg wäre kein Erlebnisberg, wenn da nicht noch mehr zu erleben wäre, als Skifahren. Im Sommer gibt’s hier eine Sommerrodelbahn, Zip-Line, Free-Fall-Rutsche und allerhand Abenteuer.
Im Winter gibt’s dafür eine drei Kilometer lange Rodelbahn vom Gipfel weg.
Und die hat’s in sich. Mit dem Lift oder zu Fuß geht es in ca. einer Stunde bis zum Ausgangspunkt.
350 Höhenmeter gilt es bei dieser kleinen Wanderung zu überwinden – perfekt auch zum Kraxe-Tragen oder selber Laufen.

Bergab geht’s rasant und mit einigen steilen Kurven. Louise liebt die Bahn und jauchzt unten: „nochmaaal!“ Gestern sind wir nämlich hochgewandert und sind nur einmal runtergefahren. Jetzt, mit Liftpass, können wir direkt nochmal rodeln. Welch ein Luxus!
Am Abend ist sogar täglich das Rodeln bei Flutlicht möglich! Probiert es aus!
Nachtrodeln ist wirklich ein besonderes Erlebnis!

Winterwandern

Die wohl kürzeste Winterwanderung Oberbayerns führt von der Bergstation des Hocheck-Liftes zum Gipfelkreuz des Hochecks. Das braucht etwa 5 Minuten und lohnt sich allemal.
Der Name „Gletscherblick“ kommt nämlich nicht von ungefähr. Von dort oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die umliegende Bergwelt von den Chiemgauer Alpen bis zum Wilden Kaiser. Im Sommer grasen hier oben Kühe und Ziegen, jetzt im Winter ist’s einfach nur wunderschön, still und romantisch.

Wer etwas weiter hinaus will, der kann von dort weiter wandern bis zum höher gelegenen Schwarzenberg (ca. 1,5 Stunden, 350hm), oder hinüber in die Mühlau spazieren und bei einem Kaffee im Café Dörfl den Langläufern auf der angrenzenden Loipe zusehen (ca. 1 Stunde).

Sehr zu empfehlen ist auch die etwas längere Wanderung von Dörfl zum Brünnsteinhaus (ca. 750 hm, 2,5 Stunden).
Tipp: Die Rodelpartie hinab ist eine riesen Gaudi! Packt deswegen Eure Rodel ein, oder leiht Euch welche oben am Brünnsteinhaus!
Allerdings ist sie nur für erfahrene Rodler und nicht mit Kleinkind zu empfehlen!

Weitere lohnende Wanderziele im Winter sind der Nußlberg (Rundtour über’s Hocheck möglich), der Wildbarren (siehe Kategorie 5: Trailrun), und der kleine Schloßberg mit seinen Lamas mitten im Ort, wo nebenan beim Sportplatz auch gerodelt werden kann. Ein großer Spielplatz befindet sich ebenfalls direkt neben dem Sportplatz und dem Rodelhang.

Langlaufen

Mein Lebensziel war es immer, vom Haus weg langlaufen oder Skitour gehen zu können.
Hab’ ich geschafft – zumindest letzten Winter. Vor der Haustüre die Langlaufski angezogen und über 20 Kilometer quer durch die Loipen von Ober- und Niederaudorf geskatet.
Besonders auf der Dorfloipe im Zentrum von Oberaudorf hat man einen wunderschönen Blick auf den Zahmen und den Wilden Kaiser, aber auch die Loipen in Niederaudorf sind wirklich idyllisch und oft sehr wenig befahren.
Zum Glück!
Louise stand auch schon als Neugeborenes im Kinderwagen daneben, als ich meine Runden gezogen hab. Mittlerweile ziehe ich sie am Schlitten hinterher.
Und wenn es dann noch von Freunden einen Kaffee über den Gartenzaun direkt an der Loipe gibt, ist der Schneetag perfekt. Dorfleben pur.

Trailrun

Wart ihr schon im Schnee joggen? Laufschuhe an und los! Es ist wirklich traumhaft!
Der Oberaudorfer Rundweg, meine liebste 10-Kilometer-Runde ist im Winter das ganze Jahr über einen Lauf wert.
Wir starten am zugefrorenen Auerbach, laufen am Bachlauf entlang hinauf in Richtung Brünnstein, durchqueren kleine Waldstücke und Waldwege, bis wir an der Talstation der Bergbahn Hocheck angelangt sind. Von dort aus geht’s quer durch den Ort bis zum weiß angezuckerten Schlossberg. Wir sagen dort den Lamas hallo und biegen ab in Richtung Inndamm, wo wir neben dem halb gefrorenen tiefgrünen Fluss entlanglaufen, bis wir zurück am Auerbach, unserem Ausgangspunkt, angelangt sind.

Wer höher hinaus will, dem ist der Wildbarren sehr zu empfehlen.
Vom Tal aus sind’s via Niederaudorf gute 1000 Höhenmeter. Abzukürzen ist die Route, indem man per Fahrrad oder Auto bis nach Regau fährt und von dort aus noch knapp 600 Höhenmeter zurücklegt. Der Wildbarren ist einfach ein ehrlicher Berg. Rau, wild, ursprünglich. Deswegen lieben wir ihn. Schmale Trails, tiefe Wälder, gewaltige Aussichten auf’s Kaisermassiv und dank mangelnder Einkehrmöglichkeiten meist recht einsam.

 

Ihr merkt schon, es gibt viel zu erleben bei uns „dahoam“!
Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!

Abseits des Trubels. 7 Highlights entlang der Felbertauernstraße.

Abseits des Trubels. 7 Highlights entlang der Felbertauernstraße.

Viele von Euch kennen das: man saust auf dem Weg in den Urlaub durch die schönsten Regionen und weiß nichts davon.

Fokus auf das Ziel, die Landschaft fliegt vorbei. Was sich links und rechts des Weges so alles bietet, das wissen wir meist nicht einmal – man will ja schließlich ankommen.

Wir haben uns diesmal im Slow Travel geübt, frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“. Mit möglichst vielen Stops wollten wir über die Felbertauernstraße in Richtung Osttirol reisen. Einmal von Nord nach Süd durch die Hohen Tauern.

Über die Felbertauernstraße zu fahren, ist für uns der entspannteste Weg, um in den Süden zu gelangen. Von Kufstein über Kitzbühel und Mittersill geht’s schnurstracks nach Süden bis nach Osttirol und weiter nach Kärnten und an die italienische Adria. Ohne Vignette, ohne Stress, ohne Brennergedöns und meist auch ohne Stau.

Wir haben entlang der Straße wunderschöne Orte entdeckt, fernab des Trubels, urig, wild und frei.

Stop 1: Schösswendklamm/Hintersee.

Kurz hinter Mittersill liegt die wilde Schösswendklamm. Eine Wanderung führt hier über sieben Kilometer in zwei Stunden durch die rauschende Klamm zum Hintersee. Wem das zu weit ist, der kann auch eine kleine halbstündige Rundwanderung in der Klamm unternehmen und dann mit dem Auto direkt zum Hintersee fahren. Dort lädt ein glasklarer Bergsee am Talschluss zum Baden und Verweilen ein. Eine Alm und eine Hütte direkt am See sorgen zusätzlich für das leibliche Wohl. Absolut lohnenswert!

Stop 2: Elisabethsee.

Wenige Kilometer vor dem Nordportal des Felbertauerntunnels liegt eine zweiminütige Wanderung vom Rastplatz entfernt der eiskalte und wirklich hübsche Elisabethsee. Da er direkt an der Straße gelegen ist, bietet er sich als perfektes Pausenplatzerl mit Gipfelblick an. Das Wasser ist so kalt, dass man hier sogar im Juli super Eisbaden kann!

 

Stop 3: Bouldergebiet Tal des Wassers

Entlang des Elisabethsees wandern wir noch ca. 5 Minuten in südliche Richtung (also in Richtung des Tunnels) und gelangen an ein richtig, richtig cooles Bouldergebiet. Ähnlich den „Ewigen Jagdgründen“ im Zillertal liegen hier überall verstreut auf der Wiese große und kleinere Boulderblöcke, an denen sich Anfänger und Profis an griffigem Granit im Bouldern ausprobieren können. Nebenan rauscht ein eiskalter Gebirgsbach, wo die Kinder spielen können und man seine geschundenen Boulder-Finger kühlen kann. Wer noch 3 Kilometer weiterfährt, der gelangt an einen Rastplatz mit Kiosk direkt vor dem Felbertauerntunnel. Von dort aus führt eine ca. 20-Minütige Wanderung zum eigentlichen Bouldergebiet „Tal des Wassers“. Wunderschön gelegen und ein perfekter Nachmittags – Boulderspot, der auch im Hochsommer perfekte Bedingungen liefert.

Stop 4: Matreier Tauernhaus

Wer den Felbertauerntunnel hinter sich gelassen hat, findet sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Hoch sind die Berge plötzlich. Wild, schroff und so anders als im Salzburger Land, wo wir in den Tunnel eingefahren sind. Nur wenige Kehren hinter dem Südportal des Tunnels biegen wir ab zum Matreier Tauernhaus. Das Matreier Tauernhaus ist Winters wie Sommers ein Must-Go für alle Wanderer und Bergsteiger. Hier treffen Ausflügler und Spaziergänger auf echte Bergsteiger, die gerade vom nahegelegenen Großvenediger zurückgekehrt sind und ihr wohlverdientes Bier genießen. Das Matreier Tauernhaus ist deswegen ein perfekter Ausgangspunkt für große und kleine Bergtouren und bietet sich auch für eine Übernachtung an.

Stop 5: Gschlösstal

Vom Matreier Tauernhaus führt eine etwa einstündige Wanderung durch das idyllische Gschlösstal. Vorbei an den urigen Almhütten von Aussergschlöss und der berühmten Felsenkapelle. Hier wohnt der Bartgeier, ein wilder Gebirgsbach rauscht durch das Tal, Ziegen und Kühe grasen. Über dem Idyll thront, weiß leuchtend: der Großvenediger. Und wie der Name schon vermuten lässt, lädt im Talschluss, in Innergschlöss, Gasthaus „Venedigerblick“ zu einer Brotzeit mit traumhaftem… Venedigerblick! Absolutes MUST GO! Kinderwagengeeignet und dank der abwechslungsreichen Landschaft auch mit Kindern gut zu begehen. Wer weiter wandern will, der kann sich von Innergschlöss aus aufmachen zum knapp 10 Kilometer langen Gletscherlehrweg, oder gleich hinauf zur Neuen Prager Hütte. PSST: Im Winter lädt hier der Eispark Osttirol dazu ein, seine ersten Versuche im Eisklettern zu wagen.

Stop 6: Lienz.

Eine hübsche Altstadt + italienisches Flair + Dolomitenblick = Lienz. Wir sind völlig verliebt! Italien ums Eck, Kärnten auch. Dazu noch Fahrradstadt mit Fahrradwegen und MTB Routen ohne Ende, Burgen zum Besuchen, Seilbahnen, Sommerrodelbahnen und, und, und. Wir waren völlig überrascht, wie nett es hier ist und wie viel es zu entdecken gibt! Der Drauradweg führt von Lienz bis nach Italien, wo man wunderbar auch mit Kindern radeln kann. TIPP mit Kids: Mmit dem Zug nach Innichen fahren und leicht bergab entlang des Drauradweges zurück nach Lienz fahren. Zudem gibt es in Lienz zwei Seilbahnen, die uns auch im Sommer auf den Berg bringen. Auf dem Zettersfeld gibt es einen Murmeltierweg und ein Familienland zu entdecken, auf dem Hochstein gibt es einen Kinder-Kletterpark mit Streichelzoo und Waldspielplatz, eine Sommerrodelbahn und verschiedene MTB-Trails für Anfänger und Geübte. Im Tal lässt sich noch das Schloss Bruck besuchen, oder einfach ein Kaffee in den unzähligen netten Cafés in der Innenstadt genießen.

Stop 7: Die Seitentäler.

Virgental, Defreggental, Villgratental, Pustertal… alles schon gehört, aber immer vorbeigesaust? Wir auch! Alle Täler liegen direkt an der Felbertauernstraße. Man müsste nur abbiegen um absolute Bergeinsamkeit genießen zu dürfen… Das machen wir auch! Beim nächsten Mal! Man bräuchte nur einfach zwölf Wochen Zeit, um die Gegend rund um die Felbertauernstraße so richtig kennenzulernen!

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