Erst wandern, dann spielen: Die 5 schönsten Berg-Spielplätze für Kinder

Erst wandern, dann spielen: Die 5 schönsten Berg-Spielplätze für Kinder

Wie motiviert man Kinder am besten zum Wandern?

Mit grandiosen Spielplätzen, die am Ende der Wanderung warten.

So kommt die ganze Familie auf ihre Kosten: erst geht’s per Mountainbike oder per Bergbahn auf den Berg. Wer mag, erklimmt noch den ein oder anderen Gipfel, saust via Mountainbike-Trail ins Tal oder wandert zur nächsten Hütte. Und dann, dann wartet das Highlight für die Kinder: der wohlverdiente Spielplatz!

Die Kinder bleiben – das Ziel vor Augen – eindeutig länger motiviert beim Wandern und können dann am Spielplatz noch den letzten Funken Energie heraustoben. Wir Eltern genießen solange das einmalige Bergbpanorama, stecken unsere Füße in einen nahegelegenen Bergsee oder sind einfach nochmal selbst Kind: fahren Sommerrodelbahn, springen Trampolin, bauen Staudämme.

 

Klingt gut? Ist es auch! Kinder glücklich, Eltern glücklich, alle glücklich.

Wir stellen Euch unsere 5 liebsten Spielplätze am Berg vor.

Das sind vielleicht nicht die größten, nicht die ausgefallensten Spielplätze: dafür -für uns- bisher die schönsten. Nicht allzu überlaufen, teilweise lieber kleiner, dafür feiner.

 

1. Timok’s Wilde Welt, Fieberbrunn, Tirol

 

 

Timok’s Wilde Welt ist definitiv Louises Favorit.
In den Kitzbüheler Alpen, hoch über Fieberbrunn gelegen, ist dieser Erlebnisspielplatz der Extraklasse entweder per Bergbahn, Wanderung, oder per eBike zu erreichen.
Auf einem wunderschönen Hochplateau an der Mittelstation der Streubödenbahn erwarten Euch Kletterpark, Waldseilgarten, Wasserspiele, Trampoline, ein Wildgehege und ein idyllischer See mit traumhaftem Bergpanorama: der Streubödensee.

Der Park ist liebevoll angelegt und für jedes Alter ein tolles Erlebnis.
Auf jeden Fall gibt es hier mehr zu entdecken, als Eure kleinen Bergzwerge in einem Tag schaffen können. Und wer dann noch nicht genug hat, der wandert noch 300 Höhenmeter hinauf zum Wildseeloderhaus, sicherlich einer der imposantesten Berghütten der Alpen. Von dort aus kann man in weniger als einer Stunde Gehzeit noch den Wildseeloder-Gipfel, oder die Henne besteigen.

Neben der Talstation können sich dann Kinder und Erwachsene noch in der neu eröffneten BikeArea Streuböden beim Biken ausprobieren. Oder ein Elternteil nutzt direkt eine der zwei Mountainbike –  Trails, um mit einer Extraportion Gaudi ins Tal zu kommen. Ich bin diesen Sommer den Schweinestberg-Trail gefahren. Und gleich nochmal, und gleich nochmal. Super easy, super flowig!

Ihr merkt, der Berg kann einfach alles. Nicht nur für Kinder.

Timok’s Wilde Welt: Mittelstation Streubödenbahn, Fieberbrunn. Eintritt frei.
PSST: MTB nicht vergessen zum Flowtrail fahren!

 

2. Riesenwelt Brixen im Thale, Hochbrixen,Tirol

 

 

Klein, aber fein.

An der Bergstation der Bergbahn Hochbrixen wurde rund um den Filzalmsee ein hübscher, kleiner Erlebnisspielplatz für kleine Abenteurer eingerichtet: die Riesenwelt Brixen im Thale. Verschiedene Naturentdeckerstationen lassen die Kleinen hier die Faszination Moor hautnah spüren. Dazu kommen ein Moortretbecken, Wasserspiele, ein riesen Klettergerüst, und ein überdachter Sandkasten mit kleinen Überraschungen.

Vom Filzalmsee starten auch verschiedene kindgerechte Wanderungen, die teilweise auch mit dem Kinderwagen zu erleben sind.
Und wem das noch nicht reicht, der kann noch die 6 weiteren Erlebniswelten rund um’s Brixenthal erleben! Ab zum Alpinolino nach Westendorf, das verschwundene Murmeltierkind finden, oder nach Hexenwasser in Söll, wo auch Erwachsene aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

Riesenwelt Brixen im Thale: Bergstation Hochbrixen, Brixen. Mai-Oktober geöffnet. Eintritt frei.

 

3. Spielplatz am Hocheck, Oberaudorf, Bayern

 

 

Erst wandern, dann Gaudi!

Entweder per Sesselbahn, per eBike, oder zu Fuß (350hm, 1 Stunde) geht’s auf unseren Hausberg, das Hocheck. Oben erwartet Euch ein wunderschön angelegter Spielplatz mit perfektem Kaiserblick, Ziegengehege, Goldwaschanlage, Kneipp-Becken und Berggasthof nebenan. Besonders zum Sonnenuntergang ist es dort oben paradiesisch schön!
Die ca. 5-10 minütige „Wanderung“ hinauf zum Gipfelkreuz ist absolut lohnenswert: Kaiserblick, Kühe, Bergluft und Gipfelglück inklusive!

TIPP: Auf zur Oberaudorfer Spielplatz-Runde! Am Sportplatz, am Luegstein-See, mitten im Dorf (in der Nähe der Eisdiele) und direkt am idyllischen Auerbach findet ihr Spielplätze, die ihr schön zu einer kleinen Rundwanderung verbinden könnt.

Spielplatz am Hocheck: Bergstation Hocheckbahn. Ganzjährig geöffnet. Eintritt frei.

 

4. Hopsiland, Planai, Steiermark.

 

 

Wir sind ja große Fans der „Kombiberge“: Wandern/Spielen/Trails fahren.
Was bedeutet: einer wandert und spielt mit Louise, einer saust in der Zwischenzeit per Mountainbike auf einem der Trails ins Tal und holt danach den Rest der Familie beim Wandern wieder ein.
Das können wir den ganzen Tag im Schichtbetrieb wiederholen. Eltern glücklich, Kind glücklich.
In Fieberbrunn funktioniert das genauso gut wie hier im Hopsiland auf der Planai.

Auf dem höchstgelegenen Spielplatz der Steierpark gibt es auf einer 1,5 Kilometer langen kinderwagentauglichen Wanderung verschiedenste Spielstationen zu entdecken.
Von Kugelbahn bis Wasserwelt, von Barfusspfad, bis Riesenrutschen. Alles liebevoll angelegt und ganz im Zeichen des Hasen Hopsi. Hier ist Louise mit 2 Jahren schon fleissig den ganzen Weg gerannt, weil sie so verliebt war in Hopsi, den süßen Hasen auf der Planai.

Hopsiland Planai: Bergstation Planai-Seilbahn. Mai-Oktober geöffnet. Eintritt frei.

PSST: MTB nicht vergessen zum Flowtrail fahren!

 

5. Die Nummer 5 ist reserviert für all die schönen weiteren Erlebnisberge in den Alpen.

 

 

Mittlerweile gibt es wirklich massenweise wunderschöne Bergspielplätze. Wir wollen aber nur das empfehlen, was wir mit eigenen Augen gesehen und ausgiebig getestet haben. Dazu gehören auf jeden Fall auch die folgenden Spielplätze.

Und sicherlich gibt es auch noch viel, viel mehr zu entdecken!

Triassic Park, Steinplatte, Waidring.
Hexenwasser, Söll.
Ellmi’s Zauberwelt, Ellmau
Alpbachtaler Lauserland, Alpbachtal

Hier gibt’s eine gute Übersichtskarte für die Bergspielplätze in Tirol.

Tiroler Bergspielplätze

Und jetzt: viel Spaß am Berg!

Abseits des Trubels. 7 Highlights entlang der Felbertauernstraße.

Abseits des Trubels. 7 Highlights entlang der Felbertauernstraße.

Viele von Euch kennen das: man saust auf dem Weg in den Urlaub durch die schönsten Regionen und weiß nichts davon.

Fokus auf das Ziel, die Landschaft fliegt vorbei. Was sich links und rechts des Weges so alles bietet, das wissen wir meist nicht einmal – man will ja schließlich ankommen.

Wir haben uns diesmal im Slow Travel geübt, frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“. Mit möglichst vielen Stops wollten wir über die Felbertauernstraße in Richtung Osttirol reisen. Einmal von Nord nach Süd durch die Hohen Tauern.

Über die Felbertauernstraße zu fahren, ist für uns der entspannteste Weg, um in den Süden zu gelangen. Von Kufstein über Kitzbühel und Mittersill geht’s schnurstracks nach Süden bis nach Osttirol und weiter nach Kärnten und an die italienische Adria. Ohne Vignette, ohne Stress, ohne Brennergedöns und meist auch ohne Stau.

Wir haben entlang der Straße wunderschöne Orte entdeckt, fernab des Trubels, urig, wild und frei.

Stop 1: Schösswendklamm/Hintersee.

Kurz hinter Mittersill liegt die wilde Schösswendklamm. Eine Wanderung führt hier über sieben Kilometer in zwei Stunden durch die rauschende Klamm zum Hintersee. Wem das zu weit ist, der kann auch eine kleine halbstündige Rundwanderung in der Klamm unternehmen und dann mit dem Auto direkt zum Hintersee fahren. Dort lädt ein glasklarer Bergsee am Talschluss zum Baden und Verweilen ein. Eine Alm und eine Hütte direkt am See sorgen zusätzlich für das leibliche Wohl. Absolut lohnenswert!

Stop 2: Elisabethsee.

Wenige Kilometer vor dem Nordportal des Felbertauerntunnels liegt eine zweiminütige Wanderung vom Rastplatz entfernt der eiskalte und wirklich hübsche Elisabethsee. Da er direkt an der Straße gelegen ist, bietet er sich als perfektes Pausenplatzerl mit Gipfelblick an. Das Wasser ist so kalt, dass man hier sogar im Juli super Eisbaden kann!

 

Stop 3: Bouldergebiet Tal des Wassers

Entlang des Elisabethsees wandern wir noch ca. 5 Minuten in südliche Richtung (also in Richtung des Tunnels) und gelangen an ein richtig, richtig cooles Bouldergebiet. Ähnlich den „Ewigen Jagdgründen“ im Zillertal liegen hier überall verstreut auf der Wiese große und kleinere Boulderblöcke, an denen sich Anfänger und Profis an griffigem Granit im Bouldern ausprobieren können. Nebenan rauscht ein eiskalter Gebirgsbach, wo die Kinder spielen können und man seine geschundenen Boulder-Finger kühlen kann. Wer noch 3 Kilometer weiterfährt, der gelangt an einen Rastplatz mit Kiosk direkt vor dem Felbertauerntunnel. Von dort aus führt eine ca. 20-Minütige Wanderung zum eigentlichen Bouldergebiet „Tal des Wassers“. Wunderschön gelegen und ein perfekter Nachmittags – Boulderspot, der auch im Hochsommer perfekte Bedingungen liefert.

Stop 4: Matreier Tauernhaus

Wer den Felbertauerntunnel hinter sich gelassen hat, findet sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Hoch sind die Berge plötzlich. Wild, schroff und so anders als im Salzburger Land, wo wir in den Tunnel eingefahren sind. Nur wenige Kehren hinter dem Südportal des Tunnels biegen wir ab zum Matreier Tauernhaus. Das Matreier Tauernhaus ist Winters wie Sommers ein Must-Go für alle Wanderer und Bergsteiger. Hier treffen Ausflügler und Spaziergänger auf echte Bergsteiger, die gerade vom nahegelegenen Großvenediger zurückgekehrt sind und ihr wohlverdientes Bier genießen. Das Matreier Tauernhaus ist deswegen ein perfekter Ausgangspunkt für große und kleine Bergtouren und bietet sich auch für eine Übernachtung an.

Stop 5: Gschlösstal

Vom Matreier Tauernhaus führt eine etwa einstündige Wanderung durch das idyllische Gschlösstal. Vorbei an den urigen Almhütten von Aussergschlöss und der berühmten Felsenkapelle. Hier wohnt der Bartgeier, ein wilder Gebirgsbach rauscht durch das Tal, Ziegen und Kühe grasen. Über dem Idyll thront, weiß leuchtend: der Großvenediger. Und wie der Name schon vermuten lässt, lädt im Talschluss, in Innergschlöss, Gasthaus „Venedigerblick“ zu einer Brotzeit mit traumhaftem… Venedigerblick! Absolutes MUST GO! Kinderwagengeeignet und dank der abwechslungsreichen Landschaft auch mit Kindern gut zu begehen. Wer weiter wandern will, der kann sich von Innergschlöss aus aufmachen zum knapp 10 Kilometer langen Gletscherlehrweg, oder gleich hinauf zur Neuen Prager Hütte. PSST: Im Winter lädt hier der Eispark Osttirol dazu ein, seine ersten Versuche im Eisklettern zu wagen.

Stop 6: Lienz.

Eine hübsche Altstadt + italienisches Flair + Dolomitenblick = Lienz. Wir sind völlig verliebt! Italien ums Eck, Kärnten auch. Dazu noch Fahrradstadt mit Fahrradwegen und MTB Routen ohne Ende, Burgen zum Besuchen, Seilbahnen, Sommerrodelbahnen und, und, und. Wir waren völlig überrascht, wie nett es hier ist und wie viel es zu entdecken gibt! Der Drauradweg führt von Lienz bis nach Italien, wo man wunderbar auch mit Kindern radeln kann. TIPP mit Kids: Mmit dem Zug nach Innichen fahren und leicht bergab entlang des Drauradweges zurück nach Lienz fahren. Zudem gibt es in Lienz zwei Seilbahnen, die uns auch im Sommer auf den Berg bringen. Auf dem Zettersfeld gibt es einen Murmeltierweg und ein Familienland zu entdecken, auf dem Hochstein gibt es einen Kinder-Kletterpark mit Streichelzoo und Waldspielplatz, eine Sommerrodelbahn und verschiedene MTB-Trails für Anfänger und Geübte. Im Tal lässt sich noch das Schloss Bruck besuchen, oder einfach ein Kaffee in den unzähligen netten Cafés in der Innenstadt genießen.

Stop 7: Die Seitentäler.

Virgental, Defreggental, Villgratental, Pustertal… alles schon gehört, aber immer vorbeigesaust? Wir auch! Alle Täler liegen direkt an der Felbertauernstraße. Man müsste nur abbiegen um absolute Bergeinsamkeit genießen zu dürfen… Das machen wir auch! Beim nächsten Mal! Man bräuchte nur einfach zwölf Wochen Zeit, um die Gegend rund um die Felbertauernstraße so richtig kennenzulernen!

5 Gründe warum das Brixental der ideale Ort für einen Familienurlaub ist

5 Gründe warum das Brixental der ideale Ort für einen Familienurlaub ist

 

Stellt Euch einen Ort in den Bergen vor, der für die ganze Familie ideale Bedingungen für einen gelungenen Urlaub bereithält. Vielleicht ist das ein Ort, der leicht zu erreichen ist? Ein Ort, an dem die Kids genauso Spaß haben können, wie die Erwachsenen? Ein Ort, der nicht komplett überlaufen ist? Ein Ort, der viel Abwechslung bietet? Ein Ort, an den man gerne wiederkommt?
Ich glaube, wir haben diesen Ort gefunden.

Und zwar nicht nur einen Ort, sondern gleich ein ganzes Tal. Das Brixental mit den drei Orten Kirchberg, Brixen im Thale und Westendorf. Das liegt nicht in Südtirol, wo die gleichnamige Provinz hinterm Brenner zuhause ist, sondern in Tirol. Genauer gesagt in den Kitzbüheler Alpen. Wie der Name schon sagt, ist Kitzbühel nur einen Steinwurf entfernt, der Wilde Kaiser und die Loferer Steinberge aber auch.
Von Champagner, Glitzer und ChiChi ist hier im Brixental aber nichts zu spüren. Zum Glück. Vielmehr gibt’s hier unberührte Natur, genauso wie Action am Berg, Flowtrails, Bergseen, urige Hütten und natürlich Kindergaudi ohne Ende.
So kommen wir direkt auch schon zum ersten Punkt:

1. Im Herzen der berühmten Berge

Zentraler gelegen geht’s kaum. Wenn ich ein Bergdorf wäre und mir einen Platz in den Alpen aussuchen könnte, ich wäre wohl auch im Brixental gelandet. Hier trifft sich das Who is Who der Berge. Der Wilde Kaiser ist zum Greifen nah, das Kitzbüheler Horn lacht von Osten herüber, die Loferer Steinberge heben sich im Hintergrund strahlend hellgrau von den saftig grünen Almwiesen ab. Diese Traumlage führt dazu, dass man im Winter hier vor lauter Pistenkilometern die Ski heiß fahren kann, und im Sommer so viele Bergtouren zur Auswahl hat, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. So unterschiedlich die Touren auch sind – ein paar Gemeinsamkeiten haben nahezu alle: Irgendwo auf dem Weg lockt eine urige Hütte und im Hintergrund sticht der Große Rettenstein (2366 m), der markanteste Gipfel der Kitzbüheler Alpen, ins Auge.

2. Ganzjährig schön.

Ihr habt es schon gelesen: Skifahren. Genau. Das Brixental ist Teil der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental, ihresgleichen das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs. Dort lässt sich’s mit Blick auf den „Koasa“, wie wir den Wilden Kaiser nennen, auf knapp 300 Pistenkilometer wunderbar pisteln. 300 Pistenkilometer sind viel zu wenig? Das Skigebiet KitzSki ist nur fünf Minuten per Skibus entfernt und bietet weitere 188 Pistenkilometer zum Skifahren bis die Kanten glühen. Wetten, dass ihr es nicht schafft, alle Pisten abzufahren?

Louise hat im Brixental im Winter ihre ersten Versuche auf Ski gestartet und wir haben Westendorf als perfektes Übungsgelände für Skizwerge auserkoren. Einer gondelt zum Gipfel und saust allein durch die SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental, einer übt die ersten Schwünge mit dem Schneezwerg auf dem Zauberteppich.

3. So fern und doch so nah.

Wir sind dieses Mal mit dem Fahrrad ins Brixental gefahren.
Geht das? Na klar!
Die Fahrradwege in Tirol sind perfekt ausgebaut und so gut ausgeschildert, dass ich mein Navi nicht mal ausgepackt habe. Von Deutschland kommend, radelt man die meiste Zeit entspannt am Innradweg entlang, vorbei an Kufstein und Kirchbichl, dann einmal am Radweg 200 Höhenmeter hinauf nach Westendorf und weiter am Fahrradweg bis nach Kitzbühel, oder noch weiter.

Wem das zu weit ist, dem sei die Bahn ans Herz gelegt:
Jeder Ort im Brixental verfügt über einen Bahnhof und ist per S-Bahn bestens von Wörgl aus zu erreichen. Mit der Buchung einer Unterkunft vor Ort bekommt man automatisch die Gästekarte dazu, mit der die Nutzung der Bahnen zwischen Hochfilzen und Wörgl, sowie den Wanderbussen gratis ist.
So kann man einen Urlaubstag ideal nutzen, um mal mit der Bahn in die Kletterhalle nach Wörgl, ins Schwimmbad nach Kitzbühel, oder zum Bummeln nach St. Johann zu fahren.

4. Im Kinderparadies.

Das Angebot für Kinder ist im Brixental wirklich riesig.
Gleich sieben BergErlebnisWelten auf den Gipfeln rund um das Brixental bringen den Kindern spielerisch den Umgang mit der Natur und den Bergen bei.
Der GOASBerg in Kirchberg lockt mit einer gemütlichen Spiel-und Rätselwanderung, der ALPINOLINO in Westendorf verfügt gleich über zwei Erlebniswanderungen. Der Himmelssteig führt uns in einer Rundwanderung ab der Bergstation auf den Spuren des verschwundenen Murmeltiers, der Holzwurmweg lässt uns spielerisch von der Mittelstation ins Tal wandern, während wir an verschiedenen Lern- und Spielstationen unser Wissen testen.

Die RiesenWelt Brixen lädt an einem wunderschönen See dazu ein, allerhand Wissenswertes über das Moor zu lernen. An verschiedenen Spielstationen können Kinder jeden Alters klettern, lernen, plantschen, während die Eltern entspannte Stunden am Berg genießen können.
Wem das noch nicht genug ist, der besucht noch Ellmi’s Zauberwelt in Ellmau, das Hexenwasser in Söll, oder die Astberg Ponyalm in Going.

Ein vielfältiges Kinder- und Familienprogramm sorgt im Sommer zudem für Unterhaltung und viel Spaß im Urlaub. In den Orten Kirchberg, Brixen im Thale und Westendorf gibt es von Montag bis Freitag verschiedene Abenteuer zu erleben. Ponyreiten, Klettern, kleine Wanderungen, oder Bauernhofbesuche – hier ist sicher für jeden etwas dabei.

5. Berggaudi für alle!

Wandern, Trailrun, biken, baden. Im Brixental kommen nicht nur die Kids, sondern die ganze Familie auf ihre Kosten.
Wir sind ja mittlerweile große Fans des „Schichtsporteln“: einer sportelt, einer bleibt bei Louise und dann wechseln wir. Ausgepowert ist es einfach eindeutig entspannter, die vierhundertste Blume am Wegesrand zu bestaunen.

Besonders gut ist uns das Schichtsporteln am Gaisberg und auf der Fleckalm gelungen.
Am Gaisberg führt der Kinderwanderweg GOASBerg ins Tal, wie auch zwei verschiedene Mountainbike-Trails. Einer biked, einer wandert. Coole Sache.
Mit der Fleckalmbahn geht’s ebenfalls von Kirchberg aus auf die Ehrenbachhöhe, wo in fünfminütiger Entfernung der gleichnamige idyllische Speichersee lockt.
Dort war ich stundenlang plantschen mit Louise, dort auf der Hütte und am Spielplatz, während Lars den berühmten Fleckalmtrail befahren konnte.
Danach gab’s einen Fahrradtausch auf der Hütte und ich konnte den Hahnenkammtrail nach Kitzbühel hinuntersausen. Hahnenkamm im Winter, Hahnenkamm im Sommer. Beides super cool.

Natürlich kann die Bergwelt auch wunderbar per Mountainbike und E-Bike erkundet werden. Ein breit ausgebautes Netz an Bike-Routen lässt keine Wünsche offen.
Dieses Jahr durfte Lars sogar gleich doppelt beim KitzAlp Bike Festival teilnehmen und so die Bergwelt auf ganz besondere Weise kennenlernen: beim VAUDE HillClimb gilt es, 500 Höhenmeter so schnell wie möglich bergauf zu fahren. Beim MTB Marathon zwei Tage später ging es auf verschiedenen Routen quer durch die Brixentaler Bergwelt. Gespickt mit einem tollen Rahmenprogramm hatten wir Mädels als persönlicher Fanclub ebenfalls eine riesen Gaudi am Streckenrand. Musik, Gipfelblick und eine super Stimmung inklusive.

Wem nicht so nach Biken zumute ist: das Angebot an Wanderwegen und Routen zum Trailrun ist gigantisch groß. Dort ist für jeden etwas dabei – immer gespickt mit wunderschönen Bergseen, in denen sich mit etwas Glück das Bergpanorama spiegelt.

Informiert Euch einfach vor Eurer Anreise beim Tourismusverband: die MitarbeiterInnen dort freuen sich auf Eure Nachrichten und haben sicher tolle Ideen für Euren Urlaub, die perfekt zu Euren Bedürfnissen passen!
So steht einem Familienurlaub der Extraklasse nichts mehr im Wege.
Viel Spaß Euch!

 

Die 6 schönsten Spielplätze in den Bergen

Die 6 schönsten Spielplätze in den Bergen

Spielplatz, Wandern, Berge. Die perfekte Kombination, oder? Und wenn dann noch ein See in der Nähe ist, kann nichts mehr schiefgehen!
Wir haben Euch unsere liebsten Spielplätze in Oberbayern und Tirol zusammengestellt.
Sie sind allesamt unten im Tal gelegen und leicht per Fahrrad oder Auto zu erreichen.
Dabei bieten sie den idealen Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen in der Natur.

1. Drachental, Wildschönau, Tirol.

Wir beginnen direkt mit der Crème de la Crème der Spielplätze.
Das Drachental.
Im Herzen der Wildschönau, in Oberau, befindet sich ein wunderschöner großteils kostenfreier Erlebnispark, der jedes Kinderherz höher schlagen lässt.
Hier gibt es alles, was sich jeder Spielplatz-Profi wünscht. Kugelbahn, Spiele-See, Klettergerüste und dazu ein paar (kostenpflichtige) besondere Highlights wie Trampoline, Bag Jump, Go-Kart-Bahn, Reifenrutschen und der Drachenflitzer.
Es lohnt sich definitiv ein Tagesausflug!
Und da die Wildschönau ohnehin ein riesengroßer Spielplatz ist, findet ihr sicher zusätzlich noch eine schöne Wanderung in der Wildschönauer Bergwelt.
TIPP: (Kinder-) Fahrrad oder Laufrad mitnehmen! Nebenan gibt’s auch noch einen Pumptrack!

2. Spielplätze rund um den Tegernsee

Der Tegernsee scheint das geheime Spielplatz-Paradies zu sein!
Rund um den See befinden sich gleich mehrere Spielplätze, teilweise direkt am See gelegen und mit spannenden Spielgeräten ausgestattet.
Wir sind gern am Spieplatz direkt am See in Gmund. Dort ist ein nettes Café nebenan und einige Holzstege laden zum Sonnenbaden ein. Von dort aus kann man direkt zu einer Wanderung starten, zum Beispiel in Richtung Gasthof Neureuth.
In Gmund gibt es zudem noch den Abenteuerspielplatz Oedberg, wo auch die Sommerrodelbahn startet: unbedingt vorbeischauen!
TIPP: Sucht Euch am Wochenende vielleicht ein anderes Ausflugsziel – hier seid ihr sicher nicht allein…

3. Spielplatz am See, Schliersee

Am idyllischen Schliersee unweit des Tegernsees lockt ein wunderschöner Spielplatz direkt am Wasser.
Nebenan gibt es im Sommer einen Kiosk und ein Café direkt nebenan. Schaukeln, Rutschen, Sandkasten und ein Wasserrad im Bach sorgen dafür, dass ihr hier sicher einige entspannte Stunden haben werdet.
Davor geht’s zum Baden in den See, oder auf eine kleine Wanderung vom Schliersee aus, zum Beispiel auf den Schliersberg, oder auf der anderen Seeseite in Richtung Spitzingsee-Berge.

4. Spielplatz Ebbs, Tirol

Heimspiel für uns und Louises Favourite!
Mitten im Tiroler Örtchen Ebbs liegt der nagelneu eröffnete Abenteuerspielplatz.
Hier findet sich ein Hexenhaus mit Röhrenrutsche, Wasserspielplatz, Schaukeln, Sandkästen und Zip-Lines. Den Zahmen Kaiser fest im Blick kann man von hier aus direkt mit einer kleinen Wanderung in Richtung Aschinger Alm oder Zahmer Kaiser starten, oder den nahe gelegenen, wirklich hübschen Raritätenzoo Ebbs besuchen. (März-November geöffnet).
TIPP: Das Café Auszeit in Ebbs ist absolut einen Besuch wert!!!

5. Spielplatz am See, Tutzing, Starnberger See

Direkt am Starnberger See gelegen befindet sich auf der Brahmspromenade in Tutzing ein kleiner, aber feiner Spielplatz.
Direkt am Wasser, mit traumhaftem Bergblick und einem hübschen Biergarten einen Steinwurf entfernt. Hier kann man locker einen gemütlichen Tag am See verbringen, oder man spaziert steil hinauf in Richtung Ilkahöhe (Biergarten!), wo man, den See zu Füßen, das Alpenpanorama von Zugspitze bis Wilder Kaiser bestaunen kann.
TIPP: Mama geht joggen, Papa bleibt am Spieplatz? Direkt vom Spielplatz aus kann man, in nördliche Richtung startend, endlos lang direkt am See entlang joggen, oder auch wunderschöne Fahrradtouren unternehmen.

6. Erlebnisspielplatz Schmelz, Inzell

Ooh ein Wildschwein! Ooh, ein Hexenhaus! Ooh, ein Bach! Ooh, so viele Rutschen! Und dazu noch Schaukeln, Wasserräder, Sandkasten und noch viel mehr.
Louise kommt hier in Inzell traditionell aus dem Stauen nicht mehr raus! Der Spielplatz Schmelz ist auch einfach SO schön! Am Fuße des Kienbergs gelegen (Wanderung!), gesäumt von einem Märchenwald.
TIPP: Eine fünfminütige „Wanderung“ führt Euch zu der idyllischen Moaralm, wo ihr bayrische Brotzeit und Kuchen in Bio-Qualität genießen könnt.

Es gibt bestimmt noch gaanz viele andere tolle Spielplätze da draußen – aber diese sind allesamt ausgiebig von uns getestet und als unglaublich schön befunden worden. Probiert es aus!
Viel Spaß am Spielplatz wünscht die zertifizierte Spielplatz-Testerin Louise!

Wild, Weit, Frei: Kurzurlaub in Osttirol.

Wild, Weit, Frei: Kurzurlaub in Osttirol.

Sobald man an einen Kurztrip in den Süden denkt, fällt einem automatisch der Weg über den Brenner ein.
Aber Brenner kann jeder – Felbertauernstraße it is!
Erstens führt der direkteste Weg in den Süden schnurstracks über die Felbertauernstraße von Kufstein bis an die Adria.
Zweitens spart man sich das Pickerl und zahlt weniger Maut, egal mit welchem Gefährt man unterwegs ist.
Drittens kommt man auf dem Weg in den Süden rein zufälligerweise noch an Osttirol vorbei, was alleine schon eine Reise wert ist.

Louise darf ein langes Wochenende bei Oma & Opa verbringen und wir packen unsere Ski-Kollektion ins Auto, um ein entspanntes Skitouren-Wochenende in Matrei in Osttirol zu verbringen.
Während bei uns schon die ersten Krokusse sprießen, herrscht in den Alpen nämlich noch feinster Spätwinter und es liegt massenhaft bester Schnee zu Skifahren, Langlaufen und Schneeschuhwandern.

Anreise mit Aussicht

Allein die Anreise ist ein Genuss: von Kufstein aus geht es den Eiberg hinauf, vorbei an Scheffau, Ellmau, Going und dem Wilden Kaiser. Kurz danach kommt Kitzbühel und das riesen Skigebiet „Kitzski“, das uns bis zum Pass Thurn kurz vor Mittersill verfolgt. In Mittersill geht’s wieder auffi auf den Berg und rauf auf die Felbertauernstraße. Dort wollten wir am Weg eigentlich noch die Schösswendklamm und den Hintersee, sowie den Elisabethsee besuchen, aber es liegt noch so viel Schnee, dass all die wunderschönen Bergseen noch in tiefem Winterschlaf liegen.
Wir haben ja Zeit, so ohne Kind und heute ist der Weg das Ziel.

Das Matreier Tauernhaus: Startpunkt in die Berge

Die eineinhalb Stunden Fahrt verfliegen so schnell und schon verlassen wir den Felbertauerntunnel am Südportal und biegen direkt ein zum Matreier Tauernhaus: dem Startpunkt für unsere erste kleine Skitour.

Kalt ist es heute, windig und es schneit leicht. Wir ziehen dennoch unsere Tourenski an und machen uns auf ins idyllische Gschlösstal. Sanft ansteigend zieht es sich hinein in das wilde Tal, das jetzt im Winter nur andeutet, wie wahnsinnig hübsch es hier im Sommer sein muss. Links und rechts erheben sich die umliegenden 3000er in den Himmel und schon bald zeigt sich der Großvenediger, der wie ein Schutzpatron über Osttirol zu liegen scheint. Nur gute 2000 Höhenmeter und 10 Stunden Fußmarsch trennen uns von dem wohl schönsten 3000er der Ostalpen. Aber es ist noch zu früh im Jahr, die Spalten sind noch zu und der Großvenediger ist wirklich nichts für eine schnelle Tagestour. Gut, dass ich schon oben war. Das nimmt den Bergstress und lässt Raum zum Genießen.

Unsere Tour heute führt uns bis Außergschlöss. Vorbei an der Felsenkapelle und idyllischen Almdörfern, die wie aus der Zeit gefallen scheinen. Wir sind völlig allein, treffen niemanden ausser einen riesigen Bartgeier, der hier in den Steilwänden brütet.
Und das alles in nur eineinhalb Stunden Fahrtzeit! Wir fragen uns heute noch öfter, warum wir bisher eigentlich so selten in Osttirol waren.

Der Eispark Osttirol

Bei der Einkehr im Matreier Tauernhaus setzen uns die Bergführer am Nebentisch gleich den nächsten Floh ins Ohr: am Beginn des Gschlösstals wurde vor ein paar Jahren der Eispark Osttirol installiert. Der größte künstliche Eisklettergarten Osttirols. Hier kann man in relativ sicherer Umgebung seine ersten Eiskletter – Versuche wagen. Nur mit Guide, versteht sich.
Verlockend, wirklich. Ich weiß aber noch nicht, ob ich mich traue, nachdem ich dank Louise beim Sportklettern in den letzten Jahren mehr und mehr Angst bekommen habe.

Skifahren mit Großglockner-Blick

Am nächsten Morgen steht Skifahren auf dem Programm. Direkt neben unserem Hotel beginnt das kleine, feine Skigebiet „Großglockner Resort Kals-Matrei“. Wie der Name schon vermuten lässt, verbindet das Skigebiet die Bergorte Matrei und Kals am Fuße des Großglockners. Der thront eigentlich über dem Skigebiet und lässt eine wahnsinnige Aussicht auf seinen Doppelgipfel zu. Heute allerdings haben sich ein paar hartnäckige Wolken am Gipfel festgesetzt und lassen uns keinen Blick erhaschen.
Das Skigebiet besticht durch wirklich coole Skirouten und Varianten, sodass wir einige lässige Tiefschneeabfahrten finden können. Für Kinder ist das Skigebiet vielleicht nicht ganz optimal, es sind eher wenige blaue Pisten zu finden (gut für Könner!) und dank seiner Höhe ist es zwar schneesicher, aber auch kalt.

Wir haben auf jeden Fall ziemlich Muskelkater nach dem Tag pisteln – perfekt für unsere große Skitour am nächsten Tag.

Skitour auf die Hohe Saile

Um Punkt 8 holt uns Michael, seines Zeichens Chef der Kalser Bergführer am Hotel ab und wir fahren mit ihm erneut über die Felbertauernstraße zum Matreier Tauernhaus, wo unsere heutige Skitour auf die Hohe Saile (2993m) starten soll. Es hat Neuschnee gegeben und Michael weiß natürlich, wo der beste Powder zu finden ist.
Ich bin ziemlich aufgeregt, ob ich mit den zwei Männern heute mithalten kann, aber meine Aufregung verfliegt schnell.
Michael legt ein perfektes, gleichmäßiges Tempo vor, sodass nebenher noch Zeit bleibt, ihn über sein Leben als Bergführer und die Region auszufragen. Über 100 Mal war er bereits am Großglockner – zum ersten Mal mit 12. Louise, noch 9 Jahre! Ich kann es mir kaum vorstellen!

Mit Bergführer im Skitourenparadies

Unsere Skitour führt uns zum Glück erneut durch das idyllische Gschlösstal, heute bei strahlendem Sonnenschein.
Wir treffen auf den Nationalpark-Ranger, der sich mit Schneeschuhen und Fernglas auf die Suche nach dem brütenden Bartgeier-Paar macht. Wir sehen perfekt gefrorene Eisfälle, Eiskletterer und verschiedenste Tierspuren, die uns den Weg ins Tal zeigen. Kurz vor’m Talschluss biegen wir ab in nördliche Richtung, überwinden eine Steilstufe und finden uns in perfektem Skitourengelände wieder. Frisch verschneit, ideal kupiert, sonnig und mit freiem Blick auf den Großvenediger gegenüber. Da Michael spurt, konzentriere ich mich nur auf mich, meinen Schritt und genieße die Stille. Man hört nichts hier oben, wirklich nichts. Das Schleifen der Ski auf dem Schnee, mein Atem. Sonst nichts. Wie in einer Art Trance stapfen wir den Berg hinauf. Das Hirn wird plötzlich leer, das Gedankenkarussel hört auf, sich zu drehen. Wir sind einfach hier. Allein. Im Jetzt. Ein Traum.
Nach guten 1500 Höhenmetern sind wir am Ziel. Wie zu erwarten ist die Aussicht gewaltig hier oben. Wir stehen, jausnen und staunen, bis wir uns die Felle von den Ski reißen und die unverspurten Hänge auf dem Weg ins Tal mit lautem Jauchzen hinuntersausen. Ewig könnte es so weitergehen. Paradise: found!
Auch Michael macht es sichtlich Spaß und ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass wir mit ihm unterwegs sind. Mit Bergführer ist’s einfach nochmal etwas ganz Besonderes.

Osttiroler Cappuccino und Kitzbüheler Schmankerl

Am Nachmittag haben wir sogar noch Zeit, Matrei unsicher zu machen. Wir kaufen den Hofladen leer, testen Osttiroler Cappuccino (man merkt die Nähe zu Italien!) und staunen über die hohen Schneeberge, die uns vom Tal aus entgegen leuchten.
Während des Rückweges ist zum Glück wenig los auf den Straßen: mit gefühltem Tempo 30 fahren wir über die Felbertauernstraße nachhause, so imposant ist das Bergpanorama auf dem ganzen Weg.
Wir halten sogar noch in Kitzbühel – muss man mal gesehen haben – und treffen dann Louise mit Oma & Opa beim Skifahren.

Das erste, was sie zu uns sagt: „Jetzt ist Sommer. Jetzt können wir mit Rosl (unserem Bus) wieder nach Italien fahren, okay?“. Okay! Machen wir! Nächstes Ziel: Adria. Natürlich über Osttirol.
Wir freuen uns!

Tiroler Frühjahrsgaudi: Familien – Skiurlaub in Hopfgarten

Tiroler Frühjahrsgaudi: Familien – Skiurlaub in Hopfgarten

Ich habe mich verliebt. In ein kleines Fleckerl Tirol, das ich bisher völlig unterschätzt habe.
Hopfgarten, das war für mich bisher einfach dieser kleine Ort am Fuße der Hohen Salve, dem majestätischen Gipfel, den man sogar von unserem Balkon aus sieht.
Da müssen wir hin!
Unterschätzte Orte haben’s doch meistens in sich, oder?
Louise steht mit ihren drei Jahren nach einer ziemlich aktiven Saison mittlerweile recht sicher auf Ski (kein Wunder, wer einen Zauberteppich im Ort genießen darf) und so wollten wir das sonnige Winterwetter nochmal für ein paar Tage richtig gut ausnutzen.

Hopfgarten: der perfekte Ausgangspunkt

Nur gute 25 Minuten Fahrtzeit sind es für uns bis nach Hopfgarten. Wer also durch’s Inntal fährt, ist an der Grenze zu Österreich schon fast da und kann sich für die letzten Meter das Pickerl locker sparen.
Die Anreise per Bahn ist in Hopfgarten auch super easy: der Bahnhof Hopfgarten liegt nämlich direkt an der Talstation der Gondel und ist über Wörgl sehr gut angebunden. Vor Ort braucht man sein Auto dank kostenloser Busse ohnehin nicht – eine klimaneutrale Anreise lohnt sich hier also absolut!

Auf dem Penningberg

Für heute haben wir extra noch keinen Skipass gekauft – wir wollen erstmal ankommen und die Gegend kennenlernen.
Unsere Fahrt führt uns direkt hinauf auf den Penningberg. Direkt oberhalb von Hopfgarten liegt eine wunderschöne Hochebene, die nordseitig direkt an die Wildschönau anschließt. Urige Bauernhöfe reihen sich hier oben aneinander, die nicht umsonst schon als Kulisse für den „Bergdoktor“ gedient haben. Wir entdecken Pferde, Kühe und breit gespurte Loipen.
Die Langlaufski hüpfen schon vor Freude im Kofferraum, aber wir wollen heute rodeln!
Die Haagalm bietet sich dabei als perfektes Rodel-Ziel an.

Rodelgaudi auf der Haagalm

Vom Parkplatz Innerpenningberg führt ein idyllischer Weg über 3,5 Kilometer und 400 Höhenmeter durch den tief verschneiten Winterwald, der später auch unsere Abfahrtsspur sein wird. Obwohl sich der Frühling durch lautes Vogelgezwitscher ankündigt, sind wir hier noch im Winter-Wonderland. Alles strahlt weiß von den Bäumen und ein Blick auf die gespurte Naturrodelbahn verspricht eine flotte Abfahrt. Louise ist voll motiviert, zieht abwechselnd unsere Rodel, oder lässt sich ziehen. Die Aussicht auf eine Heiße Schokolade auf der Haagalm lässt die kleinen Beine eindeutig weniger schnell müde werden.
Oben angekommen haben wir nicht zu viel versprochen: es gibt heiße Schokolade für alle und eine traumhafte Aussicht auf die Hohe Salve gegenüber.
Die Abfahrt ist einfach Gaudi pur. Dank perfekter Neigung sausen wir in einem Stück im Tal und nicht nur Louise jauchzt vor Freude.
Besonders, weil direkt im Anschluss eine Fahrt mit der Pferdekutsche auf uns wartet.

Unsere erste Pferdekutschfahrt: Entschleunigung pur

Zugegeben ist es meine allererste Pferdekutschfahrt und ich bin etwas nervös, wie Louise auf die großen Kaltblüter reagieren wird.
Unser Kutscher Andreas erwartet uns schon am vereinbarten Treffpunkt und Louise ist völlig hin und weg von den hübschen, großen Pferden. Sie klettert mutig in die große Kutsche und beobachtet genau, wie Andreas die Kutsche routiniert auf die Straße lenkt, die uns in das hübsche Penningdörfl bringt.
Alles ist irgendwie langsamer, von der Kutsche aus betrachtet. Intensiver, entspannter.
Vielleicht liegt das aber auch an dem Schnapserl, das Andreas uns direkt am Anfang kredenzt. „I brenn aber nimmer selbst.“ schiebt er gleich in seinem sympathischen Tiroler Dialekt hinterher. „Do bin i zu alt. Und meine Bäume auch.“
Andreas wird auf dieser Fahrt noch einige launige Geschichten über die Region und das Leben hier oben am Berg erzählen und die Zeit in der Kutsche geht so viel zu schnell vorüber.
„Und wo geht’s jetzt ins Hotel?“ fragt Louise, sobald sie von der Kutsche gehüpft ist.
Kalt ist’s geworden, es hat begonnen zu schneien und nicht nur Louise freut sich auf den Hotelpool.

Daheim im Familienhotel

Wir übernachten im direkt an der Skipiste gelegenen Familotel „Das Hopfgarten“.
Familotel, das sagt schon alles, oder?
Mehrere Spielzimmer erwarten Louise, dazu ein Kinderbuffet, ganztägige Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Monaten, ein kostenloser Eislaufplatz und ein Zauberteppich vor der Tür und natürlich alle kleinen Annehmlichkeiten, die uns den Urlaub mit Kind versüßen.

Beim Einchecken bekommt Louise ihre „ganz alleine meine“ Trinkflasche mit ihrem Namen und sucht sich direkt die ersten Spiele im Spiele-Regal nebenan aus, die sie jetzt sofort spielen will. Oder doch lieber erst zur Holz-Eisenbahn? Oder mit Papa schwimmen gehen?
Sie ist komplett überwältigt von all den neuen Eindrücken.
So erkunden wir erstmal unser riesiges Zimmer (inklusive Kachelofen!) und Louise packt direkt ihre Schwimmflügel aus. Der Nachmittagsplan steht also offensichtlich.
Ich biege direkt ab in den Wellnessbereich und genieße die Ruhe in der Sauna, die ich heute ganz für mich habe.
Der abendliche Drink an der Bar gelingt danach auch völlig stressfrei – Louise ist im Spielzimmer und hat schon die ersten Bekanntschaften mit anderen Kindern geschlossen.
So kommt es, dass die Eingewöhnung im hauseigenen Kindergarten „Happy Club“ am nächsten Tag nur wenige Minuten dauert, und wir schon zu Liftbeginn auf der Piste stehen.

Skifoan ohne Ende: die SkiWelt Wilder Kaiser

Die SkiWelt ist sozusagen mein „Heim-Skigebiet“. Mit über 200 Pistenkilometern ist es aber so groß, dass man immer wieder neue schöne Ecken entdeckt. Heute sausen wir einmal rüber bis Going und zurück und kehren dann auf der wunderschönen, frisch renovierten KRAFTAlm in Itter, unterhalb der Hohen Salve, ein (absoluter Geheimtipp!!!). Die Sonne strahlt, wir genießen Spritz und Kaiserschmarrn und schmieden Pläne für den Nachmittag.
Wir wollen unbedingt noch Zeit mit Louise verbringen und mit ihr Skifahren gehen.
Die ersten Versuche auf Ski sind einfach so herzig, da wollen wir keine Minute davon verpassen.

Vom Kindergarten auf den Zauberteppich

Die Ski unterm Arm holen wir Louise ab und sausen direkt zum Zauberteppich vor dem Hotel. Wir üben Kurven Fahren, hüpfen über die kleinen Schanzen und genießen unsere Zeit zu Dritt.
Nach einer kleinen Kaffee- (und Milchschaum)-Pause im Hotel geht’s noch zum Eislaufen nebenan, wo Louise ganz profimäßig mit Mini-Eislaufschuhen, die sie dort kostenlos ausleihen darf, ihren Pinguin über’s Eis schiebt.
Danach ist wieder Pool-Sauna-Spiele-Abendprogramm angesagt, bis wir alle drei todmüde ins Bett fallen.

So vergeht unsere Zeit in Hopfgarten viel zu schnell.
Wir Erwachsenen können uns kaum entscheiden, ob wir am liebsten Skifahren, oder Langlaufen gehen, ob wir einen der Fitnesskurse im Hotel besuchen, oder einfach mal im Wellnessbereich die Akkus aufladen. Die Kelchsau, das Skitourenparadies ist direkt um’s Eck, der Penningberg lockt mit seinen Loipen. Louise ist im siebten Himmel, will natürlich nicht mehr heim.
Wir wollen im Sommer wiederkommen, so viel ist sicher!
Diesmal ja vielleicht per Fahrrad, so weit haben wir’s ja nicht!