Bergurlaub im Oktober? Ist da nicht schon Winter in den Bergen?
Nix da! Der Herbst ist die schönste Jahreszeit für einen Familienurlaub in den Bergen!
Es ist nicht mehr so heiß, die Laubwälder färben sich in den schönsten Farben und es ist nicht mehr so voll wie im Sommer.
Die Ferienregion Hohe Salve in den Kitzbüheler Alpen lockt zudem jeden Oktober ein Familientag der Extraklasse, der auf jeden Fall eine Reise oder einen Ausflug lohnenswert macht.
Die „Soiv“, wie die Einheimischen die Hohe Salve nennen, sieht man schon von Weitem.
Wie ein Kegel erhebt sich ihr Gipfelaufbau über die Kitzbüheler Alpen. Die höchste Wallfahrtskapelle Österreichs thront auf ihrem Gipfel, dazu ein drehbares Restaurant, das uns die Tiroler Bergwelt von allen Seiten bestaunen lässt. Im Winter ist die „Soiv“ Zentrum der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental und lockt mit insgesamt knapp 300 Pistenkilometern. Eine berühmt-berüchtigte Schwarze Piste hat schon bei meinem fünfjährigen Ich dafür gesorgt, dass man die Hohe Salve so schnell nicht mehr vergisst!
Wir haben herbstlich-schöne Urlaubstage in Hopfgarten verbracht und versorgen Euch mit 6 Tipps für einen gelungenen Herbsturlaub mit Kindern im Herzen der Kitzbüheler Alpen.
An einem Sonntag im Oktober steigt auf der Hohen Salve das größte Berg-Familien-Fest, das man sich nur vorstellen kann. Die komplette Hohe und Kleine Salve (1828 und 1565m) verwandeln sich in einen Kinderparadies der Extraklasse.
Alpakawandern, Elsa, Zauberer, Basteln, Kasperletheater und vieles mehr.
Ein Kinder-Berg-Traum wird wahr.
Aber von vorn:
Elsa und der Zuckerregen
Es ist 10 Uhr am Sonntagmorgen, als wir die Gondelbahn hinauf auf die Hohe Salve betreten. Eine Schar aufgeregter Kinder wartet mit uns am Lift, Louise hält stolz ihren soeben erhaltenen Stempelpass in den Händen, auf dem sie an diesem Tag die von ihr besuchten Stationen abstempeln darf.
Oben auf der „Soiv“ herrscht schon Hochbetrieb.
Auf Salvi’s Kraxxl Platzl klettern die Kinder um die Wette, an der Bastelstation werden schon die ersten Kunstwerke gefertigt und aufgeregte Kinder versammeln sich um die Bühne, wo bald Eiskönigin Elsa für ein Eröffnungskonzert auftreten wird. Mama und Papa holen sich einen Kaffee im Bergrestaurant und dann geht’s auch schon los. Elsa! Olaf! Louises Traum wird wahr. Als dann noch der Hüttenwirt Zuckerl vom Dach wirft, ist’s um sie geschehen. „Hier regnet’s Traubenzucker!“ stellt sie entzückt fest.
Ab zu den Alpakas!
300 Höhenmeter unterhalb der Hohen Salve, am Berggasthof Rigi, warten Alpakas und Lamas für eine Wanderung auf uns. Wir haben Glück und Louise darf nach einem kleinen Alpaka-Crashkurs direkt mit einem kleinen weißen Alpaka namens Konstantin loswandern. Ehrfürchtig führt sie ihn rund um den Berggasthof und schaut ihn immer wieder ungläubig an. „Ist der echt?“ flüstert sie mir irgendwann in’s Ohr. Traum und Wirklichkeit verschwimmen heute noch öfter…
Kasperl auf der Alm
Auf unserer Lieblingsalm an der Hohen Salve, der KRAFTAlm ist um 12:30 Uhr ein Kasperletheater auf dem Programm. Los, los! Louise auf dem Rücken sausen wir in einer guten Viertelstunde hinüber zur KRAFTAlm. Vor der Alm hat sich schon eine Kinderschar auf den Bänken versammelt und erwartet sehnsüchtig den „Kasperl“. Louise trägt uns direkt auf, dass wir jetzt bitte gehen können und sie wieder abholen dürfen. Gerne. Ab in die Alm. Neu renoviert, mit offener Show-Küche und großartiger Karte ist die KRAFTAlm wirklich einen Besuch wert. So genieße ich meinen „Mirtilla-Spritz“ und feiere das Kasperletheater. Als das fertig ist, steht das Mittagessen schon auf dem Tisch - das ist ja wie an Weihnachten heute!
Riesenseifenblasen, Mitmachzirkus und ein Feuerball
Nun müssen wir uns entscheiden: per Bergbahn hinab nach Itter und an der Talstation im „Salvista Stadl“ zum Kinderschminken und den Niederseilgarten entern, oder hinauf auf die Kleine Salve zum Seifenblasen machen?
Das Wetter gibt uns die Antwort. Unten Nebel, oben Sonne. Also: auffi auf die Kleine Salve!
Hier hat Louise Freizeitstress. Malen auf XXL Maltafeln, dann Mitmachen im Kinderzirkus und Schaumschläger spielen mit riesengroßen Seifenblasen. Irrsinnig cool, was hier alles geboten ist! Louise bastelt noch einen Feuerball, den sie den restlichen Tag stolz mit sich trägt. Da er im Wind flattert, rennt sie die restlichen 300 Höhenmeter zum nächsten Event: der Zaubershow.
Zauberhaft!
Direkt unterhalb der Kleinen Salve liegt ein idyllischer kleiner Speichersee, in dem sich sie Hohe Salve perfekt spiegelt. Hier legen wir eine kleine Pause ein, bevor wir zu unserer letzten Station aufbrechen: der Zaubershow.
Der Berggasthof Tenn direkt neben der Mittelstation ist dafür die perfekte Location: ein traumhafter Blick über das Hopfgartener Tal bis hinein in die Kelchsau erwartet uns hier. Ein wirklich lustiger Zauberer bringt Kids wie Erwachsene dazu, herzhaft zu lachen, während sich viele Gäste Kaffee & Kuchen auf der sonnigen Terrasse schmecken lassen. Dazu Schaukel & Trampolin, was will man mehr?
Zurück im Tal gibt’s für alle Bergzwerge noch eine kleine Überraschung. Und eine für uns: knapp 20.000 Schritte haben wir an diesem Tag zurückgelegt!
2. Die Stille geniessen.
Das Kontrastprogramm zur Familien-Action: Wandern in der Kelchsau. Ruhig, leer und traumhaft schön ist es hier in einem der stillsten Seitentäler der Kitzbüheler Alpen. Mit jedem Meter, den man tiefer ins Tal hineinfährt, werden die Häuser weniger, die Natur eindrucksvoller, die Stille spürbarer.
Im Winter Skitourenparadies, im Sommer Wanderparadies. Auch wir treffen an diesem Tag kaum eine Menschenseele und wissen schon jetzt: wir kommen wieder! Allein, mit Kind, auf Ski. Die Kelchsau verzaubert!
3. Mit Öffis anreisen.
Die ganze Region rund um die Hohe Salve inklusive ihrer Bergbahnen ist perfekt per Bus und Bahn erreichbar. Eine Bahnlinie führt von Wörgl über Hopfgarten bis nach Kitzbühel und Hochfilzen. Verbindungen gibt’s mehrmals die Stunde, dazu Wanderbusse für die Seitentäler. Da kann man das Auto getrost daheim lassen: der ÖPNV ist nämlich für Gäste auch noch gratis!
4. Kinderfreie Zeit erleben.
Ich muss ja sagen, so ein Kinderhotel ist mit Kids schon cool. Es gibt Kinderbetreuung rund um die Uhr, Spielräume, ein Kinderbuffet, Malsachen am Tisch, einen Pool, Abendprogramm, Fitnesskurse und Sauna für die Eltern und vieles mehr. Da alle anderen Gäste ebenfalls Kinder dabei haben, ist es auch völlig in Ordnung, wenn Kinder Kinder sind und nicht still das 7-Gänge Menü miterleben. Louise hat im Familotel "Das Hopfgarten" (Ab Dezember 2025 "Hopfgarten Aparthotel") schnell Freunde gefunden und wir dadurch viel gemütliche Zeit zu Zweit gewonnen.
5. Die Erlebnisberge entern!
Sieben Berg-Erlebniswelten finden sich auf den Bergen rund um die Hohe Salve. Ob Ellmi’s Zauberwelt, Hexenwasser, Alpinolino oder die Astberg Pony-Alm: Verschiedene Berg-Themenwelten, Bergspielplätze, Erlebnis-Wanderwege auf den Bergen der Kitzbüheler Alpen lassen Kinderherzen höher schlagen! Alle Erlebnisse sind nur wenige Minuten von Hopfgarten entfernt und definitiv einen Ausflug wert.
TIPP: der rITTERspielplatz in Itter mit riesiger Ritterburg, Kletterwand und vielem mehr ist ein super Ausflugsziel für alle Ritter-Fans. Eine kleine Wanderung über die Dorfrunde Itter und ein Besuch im Freibad oder im Café am Dorfplatz rundet den Ausflug ab.
Bonus-Geheimtipp Nummer 6 vom Profi:
Stoffsackerl mitnehmen. Im Wald gibt’s derzeit Schwammerl ohne Ende! Und Kastanien! Und Eicheln! Und bunte Blätter. Ab in die Wälder und lasst Euch verzaubern!
Und jetzt: viel Spaß bei Euren Herbstmomenten - am besten rund in der Region Hohe Salve! Immer die Augen offen halten: vielleicht trefft ihr ja Elsa und den Zuckerregen? Oder uns! Auf Ski, im Winter!
Zum dritten Mal schon durften wir die Schweizer Berge rund um die Graubündner Orte Flims, Laax, Falera unsicher machen. Und es ist immer wieder der absolute Knaller - egal zu welcher Jahreszeit. Ob im Winter direkt an der Piste die Powderhänge shredden, oder im Sommer die Qual der Wahl zwischen Biken, Skaten, Wandern und Klettern haben - gefühlt ist einfach ALLES mega cool in Laax und ein Urlaub mit Kindern wird zum absoluten Erlebnis.
Was mir dazu noch besonders gefällt: bis 2030 will das gesamte Gebiet CO2-neutral sein. Das Ziel ist es, den Energiebedarf zu 100% mit klimafreundlichen, regionalen Quellen zu decken und keine fossilen Energien mehr zu verwenden. Dass alles dafür getan wird, merkt man echt an jeder Ecke. Ökostrom, Emissionsminimierung, Müllvermeidung - step by step geht hier einiges voran!
Deswegen ist eines schonmal klar: ein Auto braucht hier kein Mensch! Bahnticket kaufen, Bikes mitnehmen, los! Und vor Ort sind die Öffis sowieso gratis!
Hier kommen unsere 7 Highlights unserer diesjährigen Schweizer Sause
1. Das rocksresort Laax.
Urlaub mit Kindern auf die coolste Weise! Wir lieben es hier so! Das rocksresort Laax ist ein Skaterdorf direkt an der Talstation der Bergbahnen in Laax. Einfach der Wahnsinn für Kinder (und Erwachsene!). Saucoole, stylishe Apartments, ein Skatepark, Bowl, Zauberteppich, Kindertrail, Pumptrack, Trampolinen, Spielplatz, Cafés und Restaurants direkt vor der Türe. Dazu richtig coole Leute und gute Stimmung. Wir wollten am liebsten gar nicht weg von unserem „Vorgarten“!
Kinder sind hier absolut willkommen. In jedem Restaurant gibt’s eine Kinderkarte und Malsachen und mit dem Siruppass, den jedes Kind beim Check-In bekommt, gibt’s in jedem Restaurant den ganzen Tag gratis Sirup und Wasser zu trinken. Der Zauberer AMI SABIist hier der große Held. Er ist als Freund des Waldes, der Pflanzen und der Tiere Louises großes Vorbild und findet sich an jeder Ecke. Am Zimmer gibt’s sogar extra Vorlese- Bücher von ihm. Gut, dass sie in der Kinderbetreuung, der Ami-Sabi-Werkstatt, ihrem Helden ganz nah kommen durfte!
TIPP: Unbedingt im NOOBA Essen gehen! Richtig gute asiatische Küche in coolem Ambiente. Liebs! Alle Restaurants bieten auch „To-Go“ an, wenn ihr lieber oben in Eurer Wohnung essen mögt!
Oh, und TIPP2: Im Rider’s Restaurant gibt’s ein MEGA vegetarisches 3- oder 5-Gänge Menü. Es war der absolute Oberknaller! Unbedingt die alkoholfreie Getränkebegleitung mitbestellen. Die war der zweite absolute Oberknaller!
2. Wandern & Klettern auf dem Unteren Segnesboden.
Zu Gast im UNESCO Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona. Aus dem Linienbus Murmeltiere beobachten? Geht auch nur in der Schweiz! Ab Laax führt ein Linienbus hinauf nach Nagens auf über 2000m. Von dort aus führt eine 8km lange kindertaugliche Wanderung ohne viele Höhenmeter rund um den Unteren Segnesboden. Mehr als beeindruckend und perfekt für Kinder. Überall gibt es Blumen, Wasser, Felsen und jede Menge zu entdecken!
Zum Wandern der Knaller, zum Sportklettern nicht von dieser Welt: wunderschöner Kalk, Kinderrouten ab dem 3. Grad. Irre! TIPP: Ein Biketrail (Der Segnes Trail) führt hier auch vorbei UND es gibt GLAMPING ZELTE auf der Alp Nagens. Es sah SO COOL aus - wollen wir unbedingt mal hin!
3. Der Caumasee.
Abtauchen mit WOW Effekt. Blauer geht’s nicht. Türkiser auch nicht. Wer braucht da noch die Karibik?! Der Caumasee in Flims ist wirklich allein für’s Auge ein absoluter Traum. Baden kann man hier natürlich auch. Es gibt eine Strandbar, Liegewiesen und sogar einen kleinen Aufzug, der Dich hinauf zur Schönsten Aussicht überhaupt bringt! Absolutes MUST-SEE! Super gut per Bike und Bus erreichbar.
4. Der Wanderweg Connbächli.
DIE Wanderung mit Kindern in Laax! Direkt am Caumasee startet der 3,5km lange Wanderweg zur imposanten Rheinschlucht entlang des Connbächli. Ein kleiner hübscher blauer Bach saust durch den Wald - die Kinder hinterher.
Wir waren letztes Jahr schon hier, Louise wollte UNBEDINGT nochmal hin. Es macht auch einfach so Gaudi - nicht nur den Kindern. Und der Weg vergeht so wie im Fluge! TIPP: Kleines Boot mitbringen und fahren lassen!
5. Die KIDS Freestyle Academy Flims.
Trampoline! Skateboards! Laufradl! Halfpipe! Springen, Rutschen, Ausprobieren. Aus der neuen KIDS Freestyle Academy Flims für Kinder von 0 bis 8 Jahren wollte Louise niiemehr raus! Perfekt für Regentage, oder für gechillte Stunden für die Eltern mit ausgepowerten Kids! Hier kann man nach Herzenslust seine Sprünge üben, Saltos schlagen, oder einfach mit dem Laufrad seine eigene Schwerkraft erkudnen. Für ältere Kids und Erwachsene gibt es nach wie vor die Freestyle Academy - gleiches Konzept, einfach grösser.
6. Der Baumwipfelpfad.
Direkt am rocksresort startet der 1,56 km lange Baumwipfelpfad – der längste der Welt. Über einen wunderhübschen Holz-Steg geht’s hoch über dem Waldboden durch den Graubündner Wald. Wir entdecken (Holz-)Tiere im Wald, lernen an Lernstationen über diese Tiere und über die Pflanzen, wir rennen barfuss über die schönen Holzbohlen, staunen und… erleben die coolsten Kugelbahn-Stationen überhaupt! Hinab gehts mit einer super coolen Rutsche.
TIPP: Die Holzkugel gibt’s am Ticket-Office zu kaufen und darf dann vor dem Eingang sogar selbst angemalt werden.
7. Die Singletrails.
Laax ist das Bike-Mekka schlechthin. Brutal schöne Trails ziehen sich von den umliegenden Bergen nach Laax und Flims ins Tal. Ob Anfänger oder Profi-Shredder, hier bleibt kein Schutzblech trocken! Klar, dass die Aussicht -typisch Schweiz- dabei der Wahnsinn ist. Dazu verfügt fast jeder Ort hier über einen Pumptrack, wo sogar im Tal weiter geübt werden kann.
TIPP: Ihr wollt lieber im Winter nach Laax? HIER gehts direkt zu unseren Winter-Tipps in Laax!
Ganz anders als heute wurde ich 2018 völlig ungeplant mit Louise schwanger. Ich stand gerade kurz unterhalb des Gipfels des Tschischgeles im Sellrain, Tourenski unter den Füßen, die Wangen gerötet von der Kälte, als ich fast aufgeben musste. Wie so oft war ich nur mit Männern unterwegs, wollte mir keine Schwäche anmerken zu lassen. Als Mädel muss man am Berg ja zu 150% mithalten können, um Teil der Seilschaft zu werden. Mir war schwindelig, übel – der Gipfel schien plötzlich meilenweit entfernt. Dass ich schwanger sein sollte, damit habe ich zu diesem Zeitpunkt kaum gerechnet. Meine Periode hatte ich nach Absetzen der Pille schon seit über 2 Jahren nicht mehr, ich schob es auf die jahrelange Hormongabe und das Jetlag durch meine Schichtarbeit als Flugbegleiterin. Tage später heulte ich nurmehr. Fühlte mich schwach, müde, allein.
Ungeplant schwanger mit Louise
Als ich dank einer Freundin Wochen später doch einen Schwangerschaftstest machte und dieser positiv ausfiel, war mein erster Gedanke: „Sch…! Der Ortler!“ Wir hatten eine Hochtour auf den Ortler geplant, wollten Skitour gehen in Japan. Völlig nichtig im Nachhinein, damals brach eine kleine Welt zusammen. Obwohl ich als Flugbegleiterin bei einer Schwangerschaft sofort ins Beschäftigungsverbot gehen darf, flog ich erstmal weiter – ich konnte meine neue Realität noch nicht annehmen. Wir wollten Kinder, klar. Aber doch nicht jetzt! Und nicht so schnell. Wie bei jedem, eigentlich. Schon bald schlug der Schock in Freude um. Dennoch war ich fast die einzige im Freundeskreis, die schwanger war, oder ein Kind hatte und so kam es mir auch nicht in den Sinn, in der Schwangerschaft mal einen Gang zurückzuschalten.
Ich nutzte das Beschäftigungsverbot, um endlich mal alle Bergtouren zu machen, die ich noch auf der To-Do-List hatte. 2000hm auf den Dachstein ohne Seilbahn im 6. Monat, Trailrun über den Herzogstand im 7. Monat, endlich eine Sportkletterroute im 8. Grad durchsteigen, Wilder-Kaiser-Durchschreitung im 8. Monat. Mir ging es gut, ich war ja nicht krank, nur schwanger, dachte ich. So wenig krank, dass ich nach dem Blasensprung (nach einer 1000hm Bergtour) mich per Fahrrad in die Klinik einlieferte.
Louise war gesund, klar. Ich hatte auch nichts anderes erwartet – kannte garnichts anderes. Vielleicht zum Glück.
Der Schock
Als wir uns zweieinhalb Jahre später für ein zweites Kind entschieden, klappte es sofort im ersten Anlauf. Ich ging – natürlich- wieder vom besten aus. In der 10. Woche stand der erste Ultraschall an. Ich hatte schon Blutungen, sorgte mich, dass etwas nicht stimmte.
„Es tut mir leid, ich sehe keinen Herzschlag“
Der Satz schlug ein wie eine Bombe. Ich war völlig überfordert, zitterte, rief meinen Mann an, der Louise aus der Kita abholte und mit mir ins Krankenhaus fuhr, zur Ausschabung. Dass es andere Optionen gab, als direkt in die Klinik zu fahren, sagte mir mein Gynäkologe nicht. Es sei normal, das sei die Natur, vielleicht war es besser so. Ich spielte die Starke, redete mir ein, dass das kein großes Ding sei. Lars weinte, ich nicht. Bis mich die Realität 3 Wochen nach der Ausschabung einholte. Tränen, Trauer, unendliche Enttäuschung. Um den „Fehler“ auszumerzen, begannen wir sofort wieder mit der Planung für das nächste Kind. Ich würde ja bestimmt gleich wieder schwanger und die Trauer würde durch die Freude auf das neue Leben ausgemerzt. Monate vergingen. Nichts passierte.
Besuche beim Gynäkologen (unter Tränen) wurden mit einem „Na, sie wissen ja, wie’s geht. Ha, ha“ kommentiert. Ich fing an zu lesen, zu hoffen, zu planen. Dass meine Zyklen 70 Tage oder länger dauerten, machten es noch schlimmer. Vielleicht ist ja genau heute „der“ Tag, den man nicht verpassen darf. Es fing an, dass wir Sex nach Plan hatten. Nicht romantisch. Einfach ungut.
Der Weg in die Kinderwunschklinik
Bis eine Freundin mich dazu drängte, eine Kinderwunschklinik aufzusuchen. Mittlerweile waren alle Freundinnen um mich herum (wieder) schwanger, nur bei mir tat sich nichts. Ich konnte die Ratschläge über Tee, Homöopathie, weniger Sport, mehr Sport, kein Zucker, dies und das Mittelchen nicht mehr hören. Ich war doch gesund, lebte gesund, tat alles, was in meiner Macht stand.
Der Weg in die Kinderwunschklinik war die absolut richtige Entscheidung. Nach einer Sekunde Ultraschall stand fest: PCO. Polyzystisches Ovarsyndrom. Dies bedeutete in meinem Fall: kein Eisprung – kein Kind. Etwa eine Million Frauen in Deutschland ist betroffen, kaum jemand spricht darüber. Warum das kein anderer Gynäkologe bisher gesehen hat, obwohl sich die Zysten wie eine Perlenkette entlang des Eierstocks aufreihten und sogar für einen Laien wunderbar sichtbar waren, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Ich heulte anfangs, wollte nicht so stark in die Natur eingreifen. Sah aber bald ein, dass ich einfach die Vorteile der modernen Medizin nutzte, die jeder andere Patient bei seinen Leiden auch nutzt.
PC… was?
PCO ist zum Glück gut behandelbar. Ich bekam Letrozol verordnet, ein Mittel, das die Eireifung unterstützt, spritzte mir Hormone in den Bauch, eine Excel-Tabelle verriet uns, wann wir Sex haben durften. Wunderbar romantisch, kann ich nur empfehlen! Die Medikamente schlugen gut an, jeden Monat reifte pünktlich ein Ei heran. Die Monate unterteilten sich in Phasen des Hoffens, des Wartens und der riesengroßen Enttäuschung, wenn man wieder einen negativen Schwangerschaftstest in den Händen hielt. Dazu kam zu Beginn unendliche Übelkeit, da mein Körper völlig überfordert war mit der Menge an Chemie, die plötzlich meinen Körper flutete.
Im vierten Monat der Kinderwunschbehandlung setzte ein Abgang in der 5. SSW dem Kinderwunschtraum noch das Sahnehäubchen auf. Der Grund? Höchstwahrscheinlich die fehlende Gebärmutterschleimhaut, die sich dank zwei Ausschabungen nicht mehr richtig aufbaut. Das Problem ist, dass man den Aufbau der Schleimhaut kaum unterstützen kann, es gibt einfach kein Medikament, dass da Wirkung zeigt.
Hausmittel und natürliche Medizin
Ein befreundeter Physiotherapeut behandelt mich einmal im Monat osteopathisch im Bereich der Gebärmutter und erzielt damit tatsächlich eine Wirkung: immerhin ein paar Millimeter wachsen meistens heran. Dazu kommen viele lustige Hausmittelchen, die man sich in stundenlanger Kleinarbeit aus hoffnungslos überfüllten Kinderwunschforen zusammensammelt: Granatapfelsaft, Himbeerblättertee, Vitamin E, L-Argininin. Ob’s hilft, weiß wohl niemand, aber man klammert sich naturgemäß an jeden Strohhalm.
Je mehr Leute man fragt, desto mehr Tipps bekommt man. Der wohl häufigste Tipp: „Mach dir keinen Stress“. Ich lächle nur noch müde darüber. Alle, die meine Situation nachvollziehen können, wissen, warum.
Ich weiß zudem, dass mein Körperfettanteil wahrscheinlich eher an der unteren Grenze kratzt. Bei zu geringem Körperfettanteil können Frauen erwiesenermaßen schwieriger schwanger werden. Ich versuche schon, weniger Sport zu treiben. Es gelingt mir aber nur in Maßen. Die Unterdrückung meines natürlicherweise hohen Bewegungsdrangs führt zu einem psychischen Ungleichgewicht, das auch nicht gesund sein kann. An zu wenig Essen liegt es bei mir auch sicher nicht – das ist wirklich mein kleinstes Problem! Wir ernähren uns ausgewogen, vegetarisch, ballaststoffreich, und mit genügend Kasspatzn und Schokolade zwischendurch. Völlig normal und maximal undogmatisch.
Kinderwunsch ist kein Tabuthema!
Ich weiß durch Eure vielen Nachrichten der letzten Wochen und Monaten, dass es enorm vielen genauso geht wie mir. Deswegen wollte ich Euch an dieser Stelle meinen individuellen Weg nachzeichnen. Zu Erfolg hat er bisher noch nicht geführt, aber vielleicht hilft es der ein oder anderen zu wissen, dass sie nicht allein ist. Unerfüllter Kinderwunsch ist kein Tabuthema. Redet darüber, seid offen – ich bin mir sicher, dass ihr auf offene Ohren und Arme stoßt. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen, sich zu hassen. Holt Euch Hilfe, sei es psychischer und/oder physischer Natur. Ihr seid nicht allein. Versprochen! Wenn da noch ein Wesen ist, das zu Euch will, dann helft ihm, zu Euch zu kommen. Das hat auch nichts mit der Liebe zu dem anderen Kind/den anderen Kindern zu tun. Es ist davon völlig unabhängig. Und ja, ich bin dankbar, dass es Louise gibt. Und ich bin noch dankbarer, wenn Louise ein Geschwisterchen bekommt und sich die Liebe noch verdoppeln kann.
Es ist Anfang März. Am Stubaier Gletscher liegt noch meterhoch der Schnee, während im Tal schon die ersten Krokusse ihre Nase der Sonne entgegen strecken.
Das riecht nach Schneevergnügen ohne 20 Schichten Fleecepullover, das klingt nach Frühlingsfirn und Sonnenskilauf.
Die Saison am Stubaier Gletscher geht zwar noch bis in den Mai hinein, aber irgendwann wollen wir dann doch auch die Radl wieder gegen die Ski tauschen!
Das Hotel Kindl: ein perfektes Basecamp.
Wir waren im Dezember schon da. Wir haben uns verliebt.
Und haben direkt wieder eingecheckt: Im Familienhotel Kindl in Neustift im Stubaital.
Unsere neue Lieblingshood und eindeutig das perfekte Hotel für einen entspannten Familienurlaub.
Kinderbetreuung, mehrere Pools, Rutschen, Wasserspielplatz, Kinderspielraum und ein wahnsinnig schöner Wellnessbereich für die Erwachsenen. Das alles herrlich unaufgeregt, familiengeführt und ohne großes HalliGalli. Einfach herrlich.
Vor knapp zwei Jahren wurde das Familienhotel komplett renoviert, sodass das ganze Haus in neuem Glanz strahlt und der traditionelle alpine Stil wunderbar mit modernen Elementen verbunden wurde. Wir fühlen uns hier einfach pudelwohl.
Ab in den Kinderclub!
Wir haben noch nicht mal unser Familienzimmer bezogen, da ist Louise schon weg.
„Ich geh schonmal in den Kinderclub“ ruft sie uns noch zu, und schon ist sie weg.
Von 9-21:00 gibt es hier jeden Tag eine liebevolle (kostenfreie) Kinderbetreuung mit richtig coolem Programm. Ob Basteln, Kletterwettbewerb, Tanzspiele, oder Ostereier-Suche - hier ist immer was los.
Mittagessen und Abendessen können die Kids ebenfalls mit den anderen Kindern des Kinderclubs. Das klingt nach Dinner zu Zweit. Nice!
Klar, dass Louise auch am nächsten Tag überhaupt gar keine Lust hat, mit uns wandern zu gehen.
Ist uns recht, sie ist ja wunderbar gut aufgehoben.
Plitsch, platsch, nass!
Wir springen am nächsten Morgen schon in der früh um 8 das erste Mal in den Pool, es ist einfach zu verlockend. Rein, raus, rein, raus. Hüpfen, paddeln, Kinderpool, großer Pool, Wasserspielplatz. Louise weiß garnicht, wo sie anfangen soll und irgendwann müssen wir sie förmlich aus den Poolbereich TRAGEN.
Ich bin in der Zwischenzeit schon in den Fitnessraum abgedüst und gönne mir eine Yogaeinheit vor dem Frühstück.
Frisch geduscht und mit nassen Haaren gönnen wir uns ein ausgedehntes Frühstück. Milch und Butter vom Bauern im Dorf, hausgemachtes Brot und frische Eier von glücklichen Hühnern. Hier blieben keine Frühstückswünsche offen.
Louise bringen wir direkt in den Kindergarten, wir schnüren unsere Wanderschuhe.
Vom Haus weg wandern wir über den Gamssteig auf die Klamperbergalm. Es hat frisch geschneit, nur unsere Spuren ziehen sich einsam den steilen Steig hinauf.
Still ist es. Weit und wunderschön.
Nach einer guten Stunde erreichen wir die (natürlich noch geschlossene) Alm. Ein schneller Schluck Tee und ab ins Hotel. Die Sauna wartet auf meine kalten, nassen Füße!
Nachmittags-Chill-Out
Louise, Nachmittagsjause! Nur mit Not können wir sie kurz mit der Aussicht auf Heisse Schoko aus dem Kinderclub loseisen.
Von 14-17:00 gibt es im Hotel jeden Tag eine abwechslungsreiche und reichhaltige Nachmittagsjause mit allem, was das Herz begehrt: eine warme deftige Speise, dazu Bauernjause, Kuchen, Apfelstrudel, Kaffee, Tee. Natürlich wieder alles inklusive.
Den Geldbeutel und das Auto werden wir hier die gesamte Zeit über nicht brauchen.
Wellness mit Aussicht
Wir spielen ein paar Runden UNO und dann: ab in den Pool. Papa geht mit Louise rutschen, Mama in die Sauna. Danach wird getauscht.
Der Wellness-Bereich des Hotel Kindl ist einer der schönsten, die ich je erlebt habe. Zwei unglaublich schön designte Saunen mit einem weiten Panoramablick, dazu ein Whirlpool mit Panoramafenster, Solebad, und vielem mehr. Ich bin komplett allein hier, die anderen Urlauber sind bestimmt noch auf der Piste. Gut für mich! Bald bekomme ich aber doch Sehnsucht und schaue, was der Rest der Familie so treibt.
Sie rutscht. Ohne Ende. Vorwärts, Rückwärts, am Bauch, am Rücken. Papa liefert sich Rutsch-Battles mit einem anderen Vater - bleibt die Frage, wer hier das Kind ist!
Aperitivo!
Der große offene Kamin im Barbereich wurde eingeheizt. Louise sitzt schon am Ofenbankerl bereit und mischt die Spielkarten. Mit Aperol und Apfelsaft bewaffnet spielen wir ein paar Runden und genießen das süße Nichtstun im Hotel. Endlich mal NICHT kochen, einkaufen, putzen. Ich glaube, jede Mama genießt das einfach soo sehr! Nach einem Gang zum Kinderbuffet lässt uns Louise unser 5-Gänge-Menü allein genießen und spaziert allein zurück in den Kids Club. Sie muss noch ihre Frühlingsdeko fertig basteln. Klar. Business ruft!
Skifoan!
Am nächsten Morgen ist’s endlich so weit: der Berg ruft! Oder besser: der Stubaier Gletscher! Der hoteleigene Shuttle bringt uns vom Hotel aus in knapp 20 Minuten direkt bis an die Talstation der Eisgratbahn. Rein in die Gondel, rauf auf 3000 Meter.
Der Schnee ist für Mitte März großartig und Louise taugt’s heute richtig. Oben am Gletscher gibt’s viele breite, flach geneigte Pisten - ideal für Familien! Dazu ein Kinderland mit allerhand Zauberteppichen, einem riesen Schnee-Mammut und vielem mehr.
Louise entdeckt aus dem Sessellift schnell den Funpark und so verbringen wir den Vormittag zwischen Schanzen, Rails und Steilkurven. Es macht riiesigen Spaß mit ihr mittlerweile und keiner von uns will alleine skifahren - mit Louise ist’s grad einfach lustiger!
Den Rücktransport per Hotel - Shuttle haben wir morgens schon gebucht, und so wartet am Nachmittag auch pünktlich der Kleinbus auf uns, zusammen mit ein paar anderen Hotelgästen.
Dank der Gästekarte können alternativ auch die öffentlichen Busse gratis im ganzen Tal benutzt werden.
TIPP: Eine Anreise per Bus&Bahn ist zum Hotel super easy! Innsbruck ist nicht weit, ab dort kann man vom Hotel abgeholt werden oder fährt per Bus bis zum Hotel!
Wir kommen wieder!
Wir genießen unseren letzten Nachmittag im Hotel. Nochmal ausgiebig schwimmen, wellnessen und Apfelstrudel essen, bevor es am nächsten Tag nachhause geht.
Schon jetzt steht fest: wir kommen wieder!
Louise fühlt sich hier einfach pudelwohl, und wir auch. Einen so entspannten Urlaub wie dieses Mal hatten wir tatsächlich selten. Jeder kam auf seine Kosten, dank Kinderbetreuung hatten wir mehr als genug Paarzeit.
Und PSST: das geht auch mit Baby! Es gibt nämlich sogar jeden Tag Baby-Betreuung. Und dazu eine volle Versorgung an Baby-Essen, Kinderwagen, Kraxen, und allem, was Baby eben braucht.
Am Fuße des Wendelsteins, unweit des Tegernsees und nur eine Stunde entfernt von München liegt Bayrischzell. Ein hübsches, typisch oberbayrisches Dorf mit Zwiebelturm-Kirche, Holzhäusern, Skiverleih und Rodelhang. Ganz so, wie man es sich vorstellt. Und genau dort hat im Jahre 2020 das erste Familotel Oberbayerns eröffnet: Das Familotel "Das Bayrischzell".
Das hat uns so gut gefallen, dass wir Euch unbedingt darüber berichten müssen!
Urlaub im Winter Wonderland
Es ist Mitte Dezember, als wir für ein verlängertes Wochenende im Hotel einchecken. Tief verschneit präsentiert sich die Landschaft, noch immer fallen dicke Flocken vom Himmel. Eigentlich wollten wir per Fahrrad anreisen, aber da hat uns Frau Holle einen Strich durch die Rechnung gemacht... Umso besser! Ab in den Schnee! Noch bevor wir im Hotel einchecken, schnappen wir uns unsere Schlitten und ziehen Louise per Rodel durchs Dorf für eine kleine Sightseeingtour.
Schon nach kurzer Zeit erreichen wir den Winter-Erlebnispark "Tannerfeld". Hier gibt's mitten im Ort einen Kinderlift, sowie eine Snowtubing-Bahn, aber derzeit sind die leider noch geschlossen. Also ziehen wir unsere Schlitten selbst den Hügel hinauf und sausen runter ins Tal. Louise hat eine riesen Gaudi, bis ihr irgendwann so kalt ist, dass sie kaum noch sprechen kann. Ab ins Warme!
Gemütlichkeit pur
Im Hotel angekommen, fühlen wir uns direkt wie zuhause. Viel Holz, warme Farben, weiches Licht. Richtig schön und gemütlich. Beim Check-In bekommen wir noch einen Plan für die Sportkurse und die Kinderbetreuung und Louise noch ihr Stempelbuch vom Maskottchen "Pletzi". Dort bekommt sie Stempel, wenn sie Aktivitäten im Hotel und in der Region gemacht hat und am Ende vielleicht sogar eine Überraschung....
Louise weiß gar nicht, was sie zuerst machen soll. Plätzchen backen in der Kinderbetreuung? In den Pool mit Papa? Sie entscheidet sich für die Kinderbetreuung. Und die ist so schön, dass wir in den nächsten Tagen Probleme haben werden, sie dort überhaupt wegzubekommen.
Doch für heute ist uns das sehr recht. Louise glücklich, wir glücklich. Wir trinken erstmal einen Kaffee in der gemütlichen Lounge und bedienen uns vom reichhaltigen Nachmittagsbuffet. Das ist ja immer das schönste im Urlaub: sich bekochen lassen! Und das geht hier besonders gut! Vom gesunden Frühstück über Mittagessen, Nachmittagssnack und Abendessen inklusive Kinderbuffet lässt die kulinarische Verpflegung keine Wünsche offen! Das klappt übrigens auch für Veganer und Vegetarier super gut hier. Und wen es dann noch Malstifte und Ausmalbilder am Esstisch gibt, können die Eltern sogar recht entspannt mehrere Gänge genießen!
Ab in die Sauna!
Nach dem Kuchen ab in die Sauna! Wir schnappen uns unsere Bademäntel und genießen die Ruhe im Wellness-Bereich. Mehrere Saunen und eine Infrarot-Kabine erwarten uns. Dazu ein Außenbereich zum Abkühlen und wer mag, kann sich direkt noch eine Massage dazu buchen. Ganz allein sind wir hier heute, machen ein paar Saunagänge und Lars traut sich sogar in den zugefrorenen Badeteich im Garten des Hotels. Herrlich!
Völlig tiefenentspannt holen wir Louise aus der Kinderbetreuung ab und hüpfen mit ihr direkt nochmal in den Kinderpool. Der Außenpool hat's ihr besonders angetan, besonders, weil man rausklettern kann, Schnee essen, und wieder ins warme Wasser springen kann. Zum Aufwärmen geht's danach direkt in die Familiensauna.
Skifahren? Auf keinen Fall!
Es war ja schon fast klar. Als wir Louise am nächsten Morgen fragen, ob sie Lust hat, mit uns Skifahren zu gehen im 15 Minuten entfernten Skigebiet Sudelfeld ist ihre Antwort: "AUF KEINEN FALL! Ich muss UNBEDINGT noch meine Armbänder fertig basteln und überhaupt, geht mal schön allein".
Das lassen wir uns nicht zweimal sagen! Die Kinderbetreuung ist ohnehin ganztägig, die Zwergerl können dort auch gemeinsam Mittagessen gehen. Also machen wir uns einen gemütlichen Skitag zu Zweit am Sudelfeld, während Louise überglücklich ist, wieder in der Kinderbetreuung sein zu dürfen. Das Kinder-Übungsgebiet am Sudelfeld ist zwar eigentlich ziemlich cool, aber skifahren ohne Kind ist eigentlich auch ziemlich cool...
Auf den Wendelstein
"Jupiiee, Zug fahren!" Louise liebt Bahn fahren. Gut, dass der Bahnhof direkt gegenüber des Hotels liegt und wir heute eine Station mit der Bahn nach Osterhofen, zur Talstation der Wendelsteinseilbahn fahren können. Wir sind heute die ersten Gäste und genießen eine exklusive Fahrt zu Zweit auf den Wendelstein. Dank unserer Saisonkarte ist die heute sogar kostenlos!
Oben ist es dank der Wetterlage sogar wärmer als unten und so genießen wir die wärmende Wintersonne am Wendelstein-Gipfel und schauen uns unsere Heimat mal von oben an. Bei guter Schneelage herrscht hier sogar Skibetrieb mit ziemlich coolen unpräparierten Freeride-Abfahrten - aber dafür muss sich Frau Holle noch etwas mehr ins Zeug legen....
Zurück zu Pletzi
Sobald wir zurück im Hotel sind und Louise ihre Nudeln vom Kinderbuffet verspeist hat, beschließt sie: "So, ich muss zurück zum Pletzi" Der Pletzi ist das Maskottchen des Hotels, ein ziemlich süßer Pandabär - und Louise ist schwer verliebt. Da Pletzi die Kinder gestern Abend im Hotel besucht hat und ein riesiges Bild von ihm in der Kinderbetreuung hängt, muss sie da jetzt sofort wieder hin. Fankult für 4-jährige, sozusagen.
Klar, dass sie natürlich auch jede Nacht mit ihrem Plüsch-Pletzi im Arm einschläft. Der lag nämlich zur Begrüßung in ihrem Kinderzimmer im Hotel.
So darf Louise wieder zu Pletzi, wir gehen langlaufen.
Endlich wieder langlaufen!
Bayrischzell ist DAS Langlauf-Mekka in Oberbayern. Wenn irgendwo eine Loipe gespurt ist, dann in Bayrischzell. Und heute, an diesem klirrend kalten und sonnigen Tag erwarten uns dort beste Bedingungen. Wir freuen uns soo, endlich wieder auf Langlaufski zu stehen! Der Sport ist in den letzten Jahren echt einer meiner liebsten geworden! Einfach sauschön! Und da der eindeutig nicht machbar ist mit Kind, ist so eine Kinderbetreuung für uns wirklich Gold wert. Zurück im Hotel will Louise auf keinen Fall schon mit uns mitkommen, sodass wir wieder in den Luxus eines gemütlichen Nachmittagskaffees und einer Sauna zu Zweit kommen.
Eiskalt abtauchen
Eine frostig kalte Nacht liegt hinter uns. Minus 15 Grad sagt das Thermometer. Perfektes Wetter, um morgens um 7 seine ersten Bahnen im 25-Meter-Sportbecken zu ziehen. Ich bin ja eigentlich überhaupt keine Schwimmerin, aber hier mit diesem riesen Pool ist es einfach so verlockend! Besonders, weil es im Hotel danach kuschelig warm ist und das Frühstück auf einen wartet!
Es ist unser letzter Tag im Paradies. Wir gehen alle nochmal schwimmen, ich gehe -wie jeden Morgen- in das hübsche und riesengroße Gym, Lars ist mit Louise im Spielzimmer und klettert, bouldert, spielt mit ihr. Wir könnten locker noch einige Tage länger bleiben: ein paar der täglichen Sportkurse im Hotel besuchen, mal an den Spitzingsee fahren, an den Tegernsee, oder einfach nochmal RodelnSkifahrenLanglaufen.
Louises Stempelbuch war dennoch schon recht gut gefüllt. So durfte sie sich bei der Abreise noch eine Überraschung aussuchen. Pletzi - Seifenblasen sind's geworden. Die müssen seitdem jeden Tag mit in den Kindergarten-Rucksack.
Für uns steht auf jeden Fall fest: "Urlaub dahoam" ist im "Das Bayrischzell" eine riesenschöne Sache.
Südtirol zum Wandern. Südtirol zum Klettern. Südtirol zum Radeln.
Doch Südtirol zum Skiurlaub haben wir noch nie ausprobiert. Seit Jahren sagen wir uns schon: „Wir müssen hier UNBEDINGT mal im Winter her!“. Jetzt haben wir es endlich geschafft.
Zurück im Eggental
Unser geliebtes Eggental, ein imposantes Südtiroler Hochtal kurz vor Bozen, kennen wir ja schon von diesem Sommer. Damals blieb uns fast die Luft weg, als wir die steile Passstraße hinauffuhren und zum ersten Mal die steilen Felszacken der Dolomiten erblickt haben. Rosengarten! Schlern! Latemar! Die ganze High-Society der Dolomiten ist hier versammelt. Wir waren völlig begeistert von den Möglichkeiten, die ein Sommerurlaub hier bietet. Wie die Verrückten sind wir gewandert, geklettert, geradelt und ich bin sogar meinen ersten Mountainbike-Trail meines Lebens gefahren. Sogar Louise fand es großartig, nicht zuletzt wegen des großartigen Milchschaums, den sie hier als „Baby-Cappuccino“ mehrmals am Tag genießen durfte. Logisch, dass wir hier unseren ersten Skiurlaub mit Kind erleben wollten, oder?
Früher, als wir noch kein Kind hatten, war Skiurlaub eine ziemlich einfache Sache: „Skifoan“ bis die Kanten glühen, danach ab in die Sauna, Abendessen und am frühen Abend todmüde ins Bett, um als Erste zu Liftbeginn wieder auf der Piste zu stehen. Es war immer eine ganz besondere Zeit im Jahr, die immer versprach, wunderschön zu werden. Wie so ein Skiurlaub mit Kleinkind aussehen soll, darüber haben wir uns bisher eigentlich wenig Gedanken gemacht. Bis Louise dieses Jahr zum dritten Geburtstag ihre ersten richtigen Ski bekommen hat und wir gedacht haben, wir probieren es einfach mal aus.
Am Weg in den Süden
Der Kofferraum war so vollgepackt, als würden wir planen, nach Lappland auszuwandern: Langlaufski, Langlaufschuhe, Alpinski, Skischuhe, Tourenski, Tourenschuhe, Telemarkski, Kinderski, Kinderskischuhe, Rodel, Zipfelbob, Helme, Taschen, Jacken, Motivationsschokolade und Wanderschuhe. Ein Sportladen sähe alt aus gegen unser Sortiment!
Früh am morgen ging die Fahrt los – den ersten Cappuccino gibt’s traditionell an der ersten Autobahn-Raststätte nach dem Brenner. Inklusive Cornetto albicocca (Croissant mit Marillenmarmeladefüllung. Wer’s nicht kennt: must-eat in Italien!). Es versprach, ein sonniger Traumtag zu werden, deswegen führte uns unsere Fahrt direkt nach Deutschnofen, einem der neun kleinen Orte des Eggentals. Dort wollten wir direkt eine der vielen Loipen ausprobieren, die das Eggental zu bieten hat.
Im Langlaufhimmel
Loipen bei uns, das sind halt Langlaufstrecken in den Bergen – Loipen in den Dolomiten, das sind Panoramastraßen! Das sind Traumpfade, das kann man sich nicht vorstellen. Sogar ganz oben, auf über 2000 Meter am Lavazépass gibt es Loipen. Beschneit. Mitten in den Dolomiten. Inklusive Hütten am Loipenrand. Ich bin schier durchgedreht, als ich den Loipenplan gesehen hab! Das nächste Mal nehmen wir direkt nur Langlaufski mit! Nagut, und lassen Louise dann vielleicht daheim. Die saß nämlich gemütlich in ihrem Schlitten, als wir gnädigerweise eine Runde auf der Loipe drehen durften. Dann hatte sie aber auch keine Lust mehr und wir haben das Programm auf Skifahren geändert. Also ab auf den Babyhang mit Louise, mein Mann Lars durfte noch ein wenig weiter langlaufen. Danach wollte Louise unbedingt das „Datel“ (Hotel) sehen.
Ein Hotel als Kindertraum
Wir haben diesmal das wunderschöne „Hotel Maria“ im Skiort Obereggen bewohnt, direkt an der Piste gelegen und -unser persönliches Highlight- als Kinderhotel zertifiziert. Kinder waren hier mehr als willkommen. Es gab Kinderessen, Kindertische, Kinderspielzimmer, Kinderpools, eine Puppe als Willkommensgeschenk (Louises neue beste Freundin) und: Kinderbetreuung! Einfach so! Das hat für uns unsere Urlaubsplanung komplett auf den Kopf gestellt. Wir konnten nun einfach jeden Tag ein paar Stunden zusammen skifahren, während Louise bestens betreut war, anstatt -wie erwartet- im Schichtbetrieb auf die Piste zu gehen.
Vom Hotel aus konnten wir schon die Rodler erspähen, die auf der breiten Rodelbahn ins Tal gesaust sind. So sind auch wir direkt mit unseren Rodeln bewaffnet per Gondel auf den Berg gefahren, um die Rodelpisten dort oben auszutesten. Louise war anfangs nicht sonderlich begeistert („zu sneeeell“), fand aber spätestens nach der Heißen Schokolade auf der Hütte doch noch ihren Spaß. Am Abend war sie dank Kinderpool und Kinderessen so müde, dass wir ganz gemütlich zu zwei unser 4-Gänge-Menü genießen konnten, während Louise in ihrem eigenen Hochbett selig vom Skifahren geträumt hat. Am nächsten Tag war nämlich Louises großer Tag: ihr erster Tag Skikurs!
Louises großer Tag
Louises Skilehrer Felix hatte nämlich das Vergnügen, Louise während der nächsten drei Tage für jeweils eine Stunde in die Kunst des „Pizza-Pommes“-Skifahrens einzuführen. Der Zauberteppich war das absolute Highlight, Felix der „Zauberlehrer“, für den wurde sogar im Schlafanzug noch „Pizza“ geübt. Nach zwei Tagen Hungermüdepipikalt ging’s mit dem Bremsen tatsächlich am dritten Tag plötzlich, und sie durfte mit uns sogar ganz hoch mit dem Sessellift, um auch mal italienische Höhenluft zu schnuppern. Wir Erwachsenen waren ohnehin völlig hin und weg von diesem hübschen Skigebiet Latemar, das uns mit perfekt präparierten Pisten, gemütlichen Hütten und einer Traumkulisse begeistert hat. Unser Skipass hätte sogar auch noch für das Klimaskigebiet Carezza unterhalb des Rosengartens gegolten, das als DAS Familienskigebiet gilt – wir hatten schlichtweg keine Zeit mehr, rüber zu fahren.
Klimaskigebiet? Da bin ich direkt hellhörig geworden. Skifahren ist ja grundsätzlich leider wenig umweltfreundlich, weswegen ich auch die letzten Jahre das Pistenskifahren schweren Herzens komplett ausgelassen habe. Carezza Dolomites bemüht sich, bis 2025 klimaneutral zu werden, nutzt erneuerbare Energien für Liftanlagen und Beschneiun und führt immer mehr Maßnahmen ein, um Skifahren „grüner“ werden zu lassen. Ein Anfang. Immerhin!
Weihnachtszauber am Karer See
Da wir am letzten Wochenende vor Weihnachten in Südtirol waren, erwartete uns noch ein besonderes Highlight: der Weihnachtszauber am Karer See. Rund um den idyllischen Karer See findet im Advent ein Weihnachtsmarkt statt, der an Schönheit wirklich nicht zu überbieten ist. Kerzen säumen den Rundweg um den gefrorenen Bergsee, kleine Buden leuchten zwischen den dunklen schneebedeckten Bäumen und die zackigen Spitzen der Dolomiten erstrahlen in dunklem rot kurz bevor die Sonne untergeht und die Szenerie in weihnachtliches Dämmerlicht taucht. Sogar Louise hat mal kurz aufgehört zu plappern und beeindruckt auf die glühenden Berggipfel gestarrt.
Ihr merkt schon, wir haben viel erlebt in den vier Tagen im Paradies.
Ihr könnt Euch vorstellen, es war viel zu kurz.
Wir haben uns gerade dran gewöhnt an den Südtiroler Rhythmus aus Espresso, Cornetto, Skikurs, Kinderbetreuung, Spinatknödel, Skifahren, Rodeln, Pool, Aperol und Abendessen. Wiederholung folgt. Da bin ich mir sicher!