Brixental, Baby! Lenis erster Skiurlaub.

Brixental? Das in Südtirol, direkt hinterm Brenner? Cappuccino, Pizza, Dolce Vita?
Nee! Falsch! Das andere Brixental! Das direkt am Wilden Kaiser, mitten in den Kitzbüheler Alpen. Unsere geliebte Hood!

Schon zum fünften Mal machen wir als Familie nun Urlaub im Brixental.
Im Sommer heiss geliebt für seine Kinder-Wanderwege (Alpinolino! You remember?), Bike-Trails und Bergtouren, im Winter gefeiert für sein absurd riesiges Skigebiet zwischen SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental und KitzSki, sein riesiges Loipennetz und wunderschöne Wander- und Rodelpartien.
Da das Brixental nur eine gute halbe Stunde von uns entfernt liegt, war fast klar, dass uns unser erster Skiurlaub mit Leni dorthin führt – perfekt zum Testen mit kleinem Autofahr-Muffel.
Übrigens: eine halbe Stunde Fahrtzeit von uns bedeutet auch: nur eine gute Stunde von München entfernt!
Super für alle Autofahr-unwilligen Kiddies auf der Rückbank.

Gamechanger! Ein Hotel an der Piste.

Unser Gamechanger für ein paar Stunden skifoan mit Kind und Baby: ein Hotel direkt an der Skipiste.
Ski-In-Ski-Out. Oder besser: Still-In-Still-Out.
Im Herzen vom malerischen Ort Westendorf im Brixental waren wir zu Gast im Landhotel Schermer.
Cafés, Restaurants, Skischulen, Supermarkt ums Eck, der (saucoole!) Kinder-Übungshang eine Minute entfernt, Bergbahn, Loipeneinstieg ebenfalls.
Dank Pool und Sauna konnte Louise nachmittags nach dem Skifahren sogar noch mit Papa plantschen und abends gab’s ein tolles 5-Gänge-Menü inklusive Kinderbuffet für die Kleinen. Was will man mehr?

Was man hier nicht braucht: ein Auto.
In Westendorf liegt alles so zentral und nah beieinander, dass mein sein Auto getrost stehen lassen kann. Der (mit Gästekarte) kostenlose Bus fährt alle wichtigen Punkte an und sogar die Bahn zwischen Wörgl und Kitzbühel ist gratis mit dabei. So kann man easy auch via Wörgl mit der Bahn anreisen, oder mal einen Tagesausflug nach Kitzbühel machen: Leute anschauen. Oder die Streif. Oder in die Therme gehen.

Mit Baby im Schnee.

Und was macht man hier so mit Baby den ganzen Tag? SO viel, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
Wir waren uns auch echt unsicher, ob das überhaupt eine gute Idee ist, mit kleinem Kind und Baby direkt in den Skiurlaub zu starten, aber ich muss sagen, es hat alles super gut funktioniert. Klar, als Eltern ist man primär Lastesel, Organisator und Milchbar, sodass man selbst (sportlich) zu herzlich wenig kommt, aber man lernt ja, mit jeder einzelnen Skiabfahrt schon zufrieden zu sein. Hilft ja nix (und hoffentlich kann man bald mit den Kids gemeinsam shredden!)


1. Skifahren!

Skifahren ist im Brixental einfach genial.
Direkt in Westendorf geht’s mit der Bergbahn hinauf in die SkiWelt Wilder Kaiser Brixental. Von Söll, Scheffau, Ellmau, Going, bis hinüber nach Kirchberg in Tirol erstreckt sich hier eines der größten und modernsten Skigebiete Weltweit. 270 Pistenkilometer, 20 Talabfahrten gibt’s hier, dazu unzählige urige Hütten und coole Abfahrten. Wem das noch nicht reicht, der gondelt noch rüber nach KitzSki und erlebt dort nochmal ein riesiges, richtig cooles Skigebiet rund um Kitzbühel und seine berühmte Streif. Mit der KitzSkiWelt Tour gibt’s zusätzlich die Möglichkeit, quer durch beide Skigebiete in einer Runde 80 Pistenkilometer und über 17.000 Höhenmeter an einem Tag zu fahren. Steht bei uns definitiv noch auf der Liste.

Für dieses Jahr waren wir aber schon happy, mit Louise ein paar coole Abfahrten zu genießen, während der jeweils andere Elternteil mit Leni oben auf der Hütte in der Sonne gechillt hat oder ein bisserl am Berg spazieren gegangen ist. Dank eines coolen Halbtages- Skikurses, den Louise bekommen hat, durfte sie sogar mit einer lieben Lehrerin allein durchs Skigebiet sausen und ihre ersten Parallelschwünge testen! Mama und Papa sind einfach doof, da klappt’s dann oft besser mit einer „fremden“ Person!

TIPP: Das Kinder-Übungsgelände in Westendorf ist absolut empfehlenswert!
Eine perfekt geneigte, breite Piste mit super Kinderlift.
Oben gibt’s direkt eine Hütte zum Einkehren, ab Vormittag steht schon die Sonne auf der Piste.
Hier hat Louise vor zwei Jahren auch ihre ersten Schwünge probiert.

2. Langlaufen!

„Mamaa, ich will aaauuch wie ihr Langlaufeeen!!“. Seit Wochen schon erzählt uns Louise, wie gerne sie auch langlaufen will. Richtig ernst genommen haben wir sie ehrlich gesagt nie. Welche fünfjährige will schon ernsthaft in die Loipe!?
Doch hier in Westendorf haben wir’s dann doch probiert.
Sonnige Loipe neben dem Hotel, Skiverleih um’s Eck: leichter wird’s nicht, um ihre Ambitionen mal zu testen.
Und: Sie feiert’s SO ARG.


Wir haben jeden einzelnen Nachmittag auf der Loipe verbracht.
Papa oder ich konnten noch ein extra Stündchen alleine skifahren, während der andere mit Leni im Tuch neben der Loipe herspaziert ist und Louise schlaue Tipps von der Seitenlinie zugerufen hat.
Das einzige Problem: wir selbst kamen dadurch kaum zum Langlaufen. Obwohl das Loipennetz hier riesig ist und sich durch das gesamte Tal erstreckt!
Zu verlockend war es, weiter im Skigebiet zu bleiben oder Louise bei ihren akut süßen ersten Schritten auf Langlaufski zuzuschauen. Nächstes Jahr dann, mit Louise!



3. Alpaka-Wandern!

Einfach nur Winterwandern? Schön. Winterwandern mit Alpaka? GENIAL!

Direkt nach unserer Ankunft durften wir zusammen mit einer kleinen Gruppe Urlaubern gemeinsam den Ellmerer Hof hoch über Westendorf besuchen und von dort aus eine eineinhalbstündige Wanderung durch tiefen Schnee durch das Winter-Wonderland unternehmen.

Jeder durfte sein eigenes Alpaka führen. Louise wurde Shakira, die Alpaka-Chefin, zugeteilt und war hochmotiviert, ihre persönliche Chefin durch den (für sie) oberschenkelhohen Schnee zu führen. Über Skipisten, durch tiefe Wälder und weite Wiesen ging unsere Wanderung. Wunderschön und unglaublich lustig! Unbedingt nachmachen – mit Gästekarte günstiger!

Coolster Begleiter: Diego, die Gams.
Eine ECHTE Gams? Eine echte Gams! Die wurde auf den Hof gebracht, nachdem sie ihre Mama verloren hat. Eigentlich sollte sie längst ausgewildert sein, ihr taugts aber so gut bei den Alpakas, dass sie immer wieder zurückkommt. Nun ärgert sie den ganzen Tag ihre flauschigen Freunde und geht mit uns Besuchern spazieren. Chilliges Leben, so als Hausgams!


4. Rodeln!

Aus der Baaahn, Kartoffelschmaaaarrn!
In Brixen im Thale beginnt eine unserer liebsten Kinder-Rodel-Wanderungen: die Wanderung zur Brixenbachalm.
Gemütliche zwei Kilometer und 200 Höhenmeter sind auch für die kürzesten Schneezwerg-Beine noch machbar und am Ende der Wanderung erwartet uns eine wunderschöne, kleine, urige Alm: die Brixenbachalm. Hier gibt’s Heisse Schoko, hausgemachte Kuchen und zünftige Tiroler Küche mit Kachelofen und Hüttenfeeling inklusive. Rodel können hier auch ausgeliehen werden, wenn man nicht seine eigenen dabei hat.
Hinab geht’s über eine perfekt präparierte, breite Rodelpiste, die so perfekt geneigt ist, dass man in einem Rutsch wieder unten ankommt. Und Louise direkt: „Nochmaaaaaal!“

Wem das noch nicht reicht, der kann in Kirchberg in Tirol mit dem Sessellift auf den Gaisberg fahren und eine geniale Rodelbahn abfahren, vom benachbarten Penningberg noch auf die Haagalm wandern, oder von der Hohen Salve in Söll sogar eine wilde Flutlicht-Abfahrt mit dem Schlitten erleben!

5. Schneeschuhwandern, Fackelwandern, Pferdeschlitten fahren und mehr!

Winterurlaub im Brixental ist so viel mehr als Skifahren! Ein buntes Veranstaltungsprogramm hat im Winter jeden Tag einiges zu bieten! Ob Familien-Fackelwanderung, oder Kaiserschmarrn-Workshop: langweilig wird hier sogar den Familien nicht, die gar kein skifahren wollen. Eine Pferdekutschfahrt stand auch unbedingt noch auf Louises Plan, aber die Langlauf-Liebe war dann einfach zu groß!

6. Skitour-Gehen.

Die Kitzbüheler Alpen sind DAS Skitour-Paradies schlechthin. Zusätzlich auch unsere Skitour-Homebase, sozusagen. Wenn wir von zuhause aus zu Touren aufbrechen, dann dorthin. Einsame, tief verschneite Täler, nix los, ausser tiefem Schnee und vielen Gamserl. Dazu alle Berge rundherum perfekt begehbar, alle Touren um die 1000 Höhenmeter. Ein Traum!…natürlich auch für alle Schneeschuh-Wanderer und Winterwanderer!

So, und wann kommst Du? 🙂

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